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Regionalschule : Führerschein für den Computer

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Regionalschule Am Himmelsbarg ist die erste und bisher einzige Schule im Kreis Pinneberg, die dieses Angebot macht: Siebt- und Achtklässler können einen „Europäischen Computer Führerschein“ (ECDL) ablegen. „Wir verbinden damit Medienerziehung mit Berufsorientierung“, erklärt Rektorin Karen Frers.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2012 | 21:01 Uhr

In vielen Ländern Europas sowie in mehreren Bundesländern – besonders in Süddeutschland – ist dieser Führerschein weit verbreitet. Im Kreis gibt es die „European Computer Driving Licence“ bisher nur in Moorrege, weil das Land noch keinen Vertrag mit der Anbieterfirma geschlossen hat.

„Mit dem ECDL können Schüler bei der Bewerbung ihr Computerwissen dokumentieren“, erklärt Klaus Romeikat, der an der Regionalschule den Kurs organisiert. Viele Groß- und mittelständische Unternehmen setzen entweder den Führerschein voraus oder die Auszubildenden müssen ihn im ersten Lehrjahr machen. Zudem bieten viele Volkshochschulen den Erweb dieser Lizenz an. Romeikat kümmert sich um Hard- und Software sowie die Website des Schulzentrums. Er hatte die Idee und die Erfahrung, da der Pinneberger auch Computernutzer schult. „Schüler sind einfacher als Erwachsene“, stellt er fest. Er arbeitet über einen Lehrauftrag an der Regionalschule.

„Das kenne ich schon“, hört er von vielen Schülern am Anfang. „Tatsächlich können sie chatten, surfen und spielen“, so Romeikat. Bei Betriebssystemen, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Datenbanken sind sie nicht so fit. „ECDL geht sehr in die Tiefe“, erklärt der Fachmann. Zwei Stunden pro Woche gibt er jedem Schüler Unterricht. Und es gibt Hausaufgaben, die allerdings nicht am heimischen PC oder Notebook erledigt werden. „Es wird auf die modernsten Programme wie „Windows7“ und „Office10“ gesetzt, über die nicht alle auf ihrem heimischen Rechner verfügen. Vor eineinhalb Jahren begann er mit dem Computertraining. Demnächst können die Ersten ihren Führerschein machen. „Wir wollen den Schülern zeigen, dass ein Computer mehr ist als Facebook und Twitter“, so Karen Frers. Die Schüler sind ernsthaft bei der Sache. Fast alle starren konzentriert auf den Bildchirm.

Selten unterhält man sich mit dem Nachbarn. „Gut“ findet Niklas (13) den Unterricht von Romeikat. Er übt sich gerne in den verschiedenen Anwendungen. Und Virginia (13) hat „mittlerweile“ ihre Freude am Computer-Führerschein gefunden. www.ecdl.de

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