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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 22:41 Uhr

Kult : Fröhliches Wiedersehen in Moorrege

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Stammkundschaft von damals und die Jugend von heute – sie alle kamen Heiligabend zusammen, um im „Grando Sukredo“ ein gemeinsames Wiedersehen und ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 30 Jahre Café Bowy. Und das, obwohl der beliebte Szenetreff am großen Sand in Uetersen bereits seit 2005 nicht mehr besteht.

„Das Bowy war immer knackevoll“, beschrieb der ehemalige Gastwirt Joachim „Jo“ Möller die damalige Zeit. Besonders Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums trafen sich gern auf ein Bier und eine Partie Kicker in der Kneipe. Dann musste das Café Bowy schließen, zu oft hatten sich Anwohner über den Lärm und den Schmutz beschwert. Doch das hielt Möller nicht davon ab, jährlich eine Weihnachtsparty zu organisieren. Sein Ziel war es, der Jugend ein Kontrastprogramm zu dem traditionellen Weihnachstbraten und der Bescherung mit der Familie zu schaffen. So wurde zunächst im alten Gebäude der Volkshochschule Tornesch gefeiert, dann in Krögers Gasthof in Tornesch-Ahrenlohe. 2012 wurde das Grando Sukredo in Moorrege zum neuen „Ersatz-Bowy“. Die Zusammenarbeit mit dem Inhaber funktioniere gut, beide Seite fühlten sich wohl miteinander. Anscheinend genauso wohl wie die Gäste, denn die Barkeeper kamen mit dem Bierzapfen gar nicht hinterher.

Auch wenn die meisten Gäste des Abends 2005, als die Kneipe schließen musste, noch im Grundschulalter waren – die jährlichen Bowy-Weihnachtsparties sind nach wie vor legendär. Hier treffen sich junge Leute aus dem gesamten Kreis Pinneberg, um alte Bekannte wiederzutreffen, die sich nach dem Schulabschluss in alle Winde zerstreut haben. Jo Möller freut es, dass das Bowy durch die Weihnachtsparties der heutigen Jugend nach wie vor ein Begriff ist. „Viele junge Leute richten mir Grüße von ihren Eltern aus“, berichtete der Gastwirt begeistert.

Die Stammgäste von damals, die ins „Grando Sukredo“ kamen, begrüßte Jo Möller anlässlich des 30-jährigen Bestehens in einem separaten Raum. Diesen hatte er augenzwinkernd als „Betreutes Saufen“ ausgeschildert. Einer der Gäste war Andreas Jabusch. „Ich habe die Hälfte meiner Jugenderinnerungen im Bowy erlebt“, erzählte der Software-Entwickler. Jabusch zählte damals zur Stammkundschaft. Seiner Meinung nach sei es „todunglücklich für die Jugend, ohne ein Café Bowy aufwachsen zu müssen“. Während er davon berichtete, dass Jo Möller als Gastwirt immer für alle ein offenes Ohr gehabt hat, lächelte der Bowy-Inhaber stolz. Dann wurde angestoßen – auf alte Zeiten.

Dafür wurde eigens ein Shuttlebus eingesetzt, der die Feierwilligen von Uetersen über Tornesch und Heidgragen einmal pro Stunde sicher zur Location brachte.

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erstellt am 27.Dez.2015 | 18:23 Uhr

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