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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 13:51 Uhr

Seniorensportwoche : Frischzellenkur auf Probe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den stärksten Mitgliederzuwachs verzeichnen die Sportvereine im Kreis Pinneberg in der Gruppe der Menschen ab 60 Jahren.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2011 | 21:05 Uhr

Zwar sank die Zahl der Aktiven während der vergangenen zwölf Jahre insgesamt um rund 6000 Mitglieder (6,7 Prozent). Doch die Gruppe der Senioren legte um mehr als 6700 Sportler (76 Prozent) zu.

Diesen Trend möchte der Kreissportverband (KSV) verstärken. Erstmals lädt er zu einer Seniorensportwoche ein. Ab Montag, 14. November, bieten 23 Vereine 48 Schnupperkurse an. Kostenlos können Neugierige ab 50 Jahren Rückengymnastik, Wellness-Reiten, Luftgewehrschießen, Linedance, Schach und ein Anti-Sturztraining ausprobieren.

„Eine Frischzellenkur für müde Knochen ist einfach wichtig“, sagte Sönke-Peter Hansen, Geschäftsführer des VfL-Pinneberg und Mitglied im Vorstand des Landessportverbands, gestern bei der Vorstellung des Programms. Er glaubt, dass viele Besucher in die Vereine eintreten werden. „Wenn sie erstmal da sind, ist es ein kleiner Schritt auch Mitglied zu werden“, sagte er. Bestes Beispiel dafür sei sein Schwiegervater: „Nach einer Bypass-Operation ist er über die Gesundheitsschiene in den Verein gekommen, und dann fand er das ganz toll“, berichtete der VfL-Chef.

Denn in einem sind sich die Organisatoren einig: Es ist besser, Sport mit Verein zu treiben als ohne. „Viele sitzen allein zu Hause und freuen sich, dass sie alle 14 Tage kommen können zum Schießen“, sagte Christian Peetz von der Elmshorner Schützengilde. Aber nicht nur die Geselligkeit hebe das Vereinsleben von losen Sporttreffs ab. „Wenn man im Verein ist, ist die Haftung abgesichert“, betonte Hansen.

KSV-Chef Karsten Tiedemann ist sich sicher: Die Vereine müssen ihre Angebote an die steigende Lebenserwartung der Menschen anpassen. Vor allem das steigende Sportangebot an den Ganztagsschulen stelle eine Herausforderung dar. Deren Kurse liegen oft in den Lieblingszeiten der Senioren – vor Einbruch der Dunkelheit. Dadurch gäbe es vormittags und mittags immer weniger Hallenplätze. „Die Vereine werden gezwungen sein, ihre Angebote zu analysieren und sich eventuell von einigen zu trennen“, sagte er.

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