Tornesch : Friedlandstraße: Fertigstellung verzögert sich deutlich

In der Friedlandstraße in Tornesch gibt es noch einiges zu tun.
In der Friedlandstraße in Tornesch gibt es noch einiges zu tun.

Die Straße soll Anfang September freigegeben werden. Probleme wegen des hohen Grundwasserstands.

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10. August 2018, 12:00 Uhr

Tornesch | Werden die Bauarbeiten in der Tornescher Friedlandstraße zu einer unendlichen Geschichte? Diesen Eindruck konnten Anwohner und Passanten in den vergangenen Wochen gewinnen. Denn mehr als drei Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin zur Fertigstellung wird dort immer noch gearbeitet. Seit Mitte Mai 2017 ist die Straße mittlerweile komplett gesperrt. Doch ein Ende ist in Sicht: Laut Stadtverwaltung soll die Friedlandstraße Anfang September freigegeben werden.

Fertigstellung im April war geplant

Ursprünglich waren die Verantwortlichen von einer Fertigstellung im April dieses Jahres ausgegangen. Für die längere Bauzeit gibt es mehrere Gründe, wie Karen Röseke aus dem Bau- und Planungsamt der Stadt auf Nachfrage von shz.de erläuterte. Für große Probleme habe der hohe Grundwasserstand gesorgt. Um die Baugruben trocken zu bekommen, hätten Filter gesetzt werden müssen und Pumpen seien im Dauereinsatz gewesen, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Zudem seien einzelne Versorgungsleitungen nicht an den in den Plänen eingezeichneten Stellen verlaufen. Röseke betont: „Viele Dinge sieht man erst, wenn die Straße aufgegraben ist.“ Positiv für die Anwohner ist hingegen die Tatsache, dass auch viele Hausanschlüsse erneuert wurden.

Der aktuelle Zeitplan sieht nun vor, dass die Straßendecke in der 35. Kalenderwoche, also ab dem 27. August asphaltiert wird. Es folgen kleinere Restarbeiten. Anschließend heißt es auch für Autofahrer wieder: Freie Fahrt. Fußgänger und Radfahrer konnten die Baustelle während der gesamten Zeit passieren.

Ende von Geruchsbelästigungen

Mit der Erneuerung der Kanalisation endet für die Anwohner eine Zeit regelmäßiger Geruchsbelästigungen. Grund dafür waren der schlechte Zustand der Leitungen und ein unzureichendes Gefälle, wie eine TV-Inspektion im Jahr 2013 ans Licht brachte. Schnell war klar: Eine Kanalerneuerung ist unumgänglich. Nachdem im April 2017 die Baustelle eingerichtet worden war, begannen wenige Wochen später die eigentlichen Arbeiten. Von der Esinger Straße bis zur Friedensallee wurden neue Leitungen mit einem größeren Gefälle verlegt. Da das Wasser jedoch nicht mehr wie bislang im freien Gefälle in den Bestandskanal laufen kann, musste an der Kreuzung Friedlandstraße/ Friedensallee zudem ein Pumpwerk errichtet werden. Vorbei ist auch die Zeit der Schlaglöcher. Denn auch die Fahrbahn der Friedlandstraße wird komplett erneuert. Selbiges gilt für den Gehweg auf der Südseite.

Was die Verzögerung für die Kosten bedeutet, ist noch unklar. Angaben dazu konnte die Stadtverwaltung nicht machen. Zu Beginn der Baumaßnahme hatten Stadt, Stadtwerke und Abwasserbetrieb mit etwas mehr als 1,7 Millionen Euro kalkuliert.

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