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Erfahrungen fürs Leben : Freiwilliges Soziales Jahr in der KiTa

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie haben Freude am Umgang mit Kindern, sind die „großen Freunde“ der Mädchen und Jungen im Kindergarten Heidgraben und unterstützen das Erzieherinnen-Team vielfältig im Kindergartenalltag: Julian Lange (17), Celine Witthinrich (17), Lennart Görs (18) und Malin Steiner (17) leisten in Krippe und Kindergarten der Gemeinde ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Noch bis zum Sommer sind die vier  Jugendlichen wertvolle Unterstützer, dann werden sie Ausbildungen beginnen. Das Freiwillige Soziale Jahr im Kindergarten hat sie in ihren Berufszielen, im sozialen Bereich zu arbeiten, gestärkt.

„Das Jahr ist eine gute Findungszeit und macht viel Spaß. Denn man wird gebraucht und man lernt viel“, so Celine Witthinrich. Die Uetersenerin hatte sich wie Malin und Lennart nach dem Realschulabschluss beziehungsweise Julian nach dem Hauptschulabschluss für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Heidgrabener Kindereinrichtung, die unter Trägerschaft der Gemeinde steht, beworben.

Die Jugendlichen leisten jeweils 39 Wochenstunden, haben Anspruch auf Urlaub, erhalten eine Vergütung und nehmen an Fortbildungen (Hygiene, Erste Hilfe, Pädagogik, Jugendgruppenleiterschein) teil. „Unsere vier FSJ-ler leisten eine verlässliche Mitarbeit“, so das Lob von Katrin Neu.

Die Erzieherin ist für die „Betreuung“ der FSJ-ler zuständig. Aber natürlich erhalten die Jugendlichen auch Anleitung und Tipps von den Erzieherinnen der Gruppen, denen sie zugeordnet sind. Sie gestalten den Gruppenalltag mit, entlasten die Erzieherinnen bei Vorbereitungen von Bastel- und Sportaktivitäten und sind ebenso für die Kinder Ansprechpartner wie die Erzieherinnen.

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Kinder auf uns zustürmen, mit uns spielen wollen oder etwas erzählen wollen. Sie akzeptieren uns und freuen sich, dass wir bei ihnen sind“, so Lennart Görs. Er und Julian Lange sind bei den Kindergarten-Jungs als Fußballspiel-Partner, aber auch bei den Kindergarten-Mädchen beim Toben über das Spielgelände besonders begehrt.

Auch im Früh- und Spätdienst werden die FSJ-ler eingesetzt sowie bei den vorbereitenden Arbeiten für das Mittagessen. Und so gehört das Kartoffelschälen genauso zu den unterstützenden Arbeiten wie das Windelwechseln bei einem Krippenkind, das Vorlesen, Basteln oder das Eingehen auf die vielen Fragen der Kindergartenkinder, die täglich ein bisschen mehr die Welt entdecken und verstehen wollen. Auch im Rahmen der Offenen Jugendarbeit der Gemeinde, wie bei der Turnhallenübernachtung, dem Laternenumzug oder dem Kinderfasching des Sportvereins waren die vier FSJ-ler helfend mit von der Partie und immer umringt von den Kindern, deren Herz sie im Kindergartenalltag erobert haben.

Bewerbungen für Freiwilliges Soziales Jahr im Kindergarten Heidgraben / Von August 2015 bis Juli 2016 drei FSJ-ler gesucht

Ab August stehen im Kindergarten Heidgraben wieder drei Plätze bis Juli 2016 für Interessierte an einem Freiwilligen Sozialen Jahr zur Verfügung. Jugendliche ab 17 Jahren, die Freude am Umgang mit Kindern haben, den Alltag im Heidgrabener Kindergarten kennenlernen und dort Gutes tun möchten, sind willkommen. Bewerbungen werden ganz unkompliziert unter Telefon 04122/460219 von Montag bis Mittwoch in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr beziehungsweise Donnerstag bis Freitag in der Zeit von 8.30 bis 10 Uhr entgegengenommen.

„Bei Interesse besteht die Möglichkeit, bereits in den Osterferien unseren Kindergartenalltag mitzuerleben und ein bisschen in die Aufgaben als FSJ-ler hineinzuschnuppern“, so Katrin Neu, stellvertretende KiTa-Leiterin.

Seit sechs Jahren ermöglichen Gemeinde und Kindergarten Jugendlichen, die nach dem Schulabschluss noch nicht eine Ausbildung beginnen und in einer Art Orientierungsphase Berufs- und weitere Lernziele konkretisieren möchten, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Heidgrabener Kindergarten.

„Die Mitarbeit bereitet die Jugendlichen gut auf eine Ausbildung und spätere Tätigkeit im sozialen Bereich vor und ist auch eine gute Voraussetzung für eine eventuelle Au-Pair-Bewerbung“, betont Katrin Neu. Im Kindergarten ist die Mitarbeit von FSJ-lern wichtiger unterstützender Bestandteil im Alltag geworden, um alle Aufgaben zu erfüllen und beispielsweise auch, um den Früh- und Spätdienst mit einer Erzieherin zu sichern. Denn ohne FSJ-ler müssten selbst bei nur zwei Kindern zwei Erzieherinnen vor Ort sein.

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erstellt am 23.Feb.2015 | 18:34 Uhr

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