Christi Himmelfahrt : Freiluft-Gottesdienst in Tornesch musste wegen Unwetterwarnung abgesagt werden

Pastor Henning Matthiesen empfing die Gottesdienstbesucher gestern doch in der Kirche an der Jürgen-Siemens-Straße statt im Esinger Wohld.
Pastor Henning Matthiesen empfing die Gottesdienstbesucher gestern doch in der Kirche an der Jürgen-Siemens-Straße statt im Esinger Wohld.

„Die Vernunft hat über das Herz gesiegt“, sagt Pastor Henning Matthiesen. Die Entscheidung fiel am Mittwochabend.

shz.de von
11. Mai 2018, 13:16 Uhr

Tornesch | „Ich habe doch gesagt, da standen Schilder“, konterte die Frau ihren Mann, der verdutzt vor der Wiese im Esinger Wohld stand, wo eigentlich der Himmelfahrtsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde stattfinden wollte. Auf den Schildern am Schäferweg und Prisdorfer Weg stand wie auf der Wiese der neue Veranstaltungsort: die Tornescher Kirche in der Jürgen-Siemens-Straße. „Aber das Wetter ist doch super“, sagte der Ehemann bevor er aufs Fahrrad stieg und Richtung Gotteshaus radelte.

„Die Vernunft hat über das Herz gesiegt“, sagte Pastor Henning Matthiesen, der jeden Besucher persönlich mit Handschlag vor dem Gotteshaus begrüßte. Immer wieder fragten die Besucher, warum der Gottesdienst verlegt wurde und zeigten in den teils wolkigen, aber freundlichen Himmel. „Die Unwetterwarnungen haben uns zu der Entscheidung veranlasst“, erläuterte Matthiesen. Die Entscheidung war bereits am Mittwochabend gefallen. „Normalerweise gibt es die finale Entscheidung erst morgens um 8 Uhr, aber nachdem, was wir gestern gehört haben, hat das Organisationsteam schon sehr früh entschieden, dass wir doch lieber in der Kirche feiern.“ Doch leicht sei die Entscheidung nicht gefallen. „Es war ohnehin sehr schmerzlich, dass wir so entscheiden mussten und es wurde noch schmerzlicher, als wir heute morgen das Wetter gesehen haben und klar war, dass es wohl doch geklappt hätte“, sagte Matthiesen. Allerdings hatten die Meteorologen am Mittwochabend vorausgesagt, dass die schlimmste Unwetterphase gegen 12 Uhr Tornesch erreichen würde. „Da wären wir mitten im Wald gewesen. Wir wären gern draußen gewesen, aber bei so massiven Unwetterwarnungen konnten wir gar nicht anders entscheiden. Die Sicherheit geht immer vor“, betonte der Pastor. Für das Organisationsteam habe sich durch den neuen Veranstaltungsort einige Mehrarbeit ergeben. „Die Planungen laufen natürlich bis zum Ende und wir mussten dann schnell alles umwerfen“, sagte Matthiesen. Einige Gottesdienstbesucher hatten wohl gleich auf die Fahrt in den Esinger Wohld verzichtet oder keine Lust, doch in der Tornescher Kirche zu feiern. „Es sind gut 80 Besucher gekommen. Unter freiem Himmel sind es sonst immer um die 150. Ich bin trotzdem dankbar über jeden, der sich doch auf den Weg zu uns gemacht hat“, so Matthiesen.

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