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Gemeindevertretung : Freier Finanzspielraum in Sicht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir können für 2016 einen stabilen Haushalt vorweisen. Allerdings kommen wir nicht ohne einen Griff in unsere Rücklagen aus“, fasste Klaus Wedde die finanzielle Situation der Gemeinde Groß Nordende zusammen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses stellte den Haushaltsplan für das laufende Jahr vor. Seine Ausführungen standen im Mittelpunkt der Gemeindevertretersitzung im Sitzungssaal in der ehemaligen Dorfschule. „Wir sind zufrieden, auch wenn wir unsere Rücklagen seit ein paar Jahren plündern müssen“, so Finanzausschussvorsitzender Wedde. Erfreulicherweise falle die Entnahme häufig geringer aus, als vorgesehen. Rund 78000 Euro sollen der Rücklage von derzeit rund 340000 Euro in diesem Jahr entnommen werden.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 19:49 Uhr

Die dicksten Brocken im Verwaltungshaushalt sind die Kreisumlage mit 277300 Euro, Schulkostenbeiträge mit 165000 Euro und die Amtsumlage mit 93500 Euro. Wichtige Einnahmequelle sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in Höhe von 370200 Euro, Schlüsselzuweisungen in Höhe von 191300 Euro sowie Grundsteuern in Höhe von 105000 Euro. 2017 ist – wenn nichts Unvorhergesehenes passiert – das Ende der Durststrecke erreicht und Groß Nordende kann auf einen freien Finanzspielraum hoffen – so die Prognose.

Nach den ausführlichen Erläuterungen des Finanzausschussvorsitzenden verabschiedeten die neun Groß Nordender Gemeindevertreter – drei Mitglieder der Alten Kommunalen Wählergemeinschaft (AKWG) und sechs Mitglieder der Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GuB) – den Haushalt 2016 einstimmig. Entschieden wurde über Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 965000 Euro im Verwaltungshaushalt und Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 123000 Euro im Vermögenshaushalt.

„Wir müssen sehen, wie wir Wunsch und Wirklichkeit übereinander bringen“, so der Finanzausschussvorsitzende zum Investitionsprogramm bis 2019. Die Gemeinde legt jedes Jahr 20000 Euro zurück, um der Feuerwehr ihren Wunsch nach einem neuen Einsatzfahrzeug erfüllen zu können. 2016 steht die sechste von zwölf Einzahlungsraten an.

„Aber für 120000 Euro kriegen wir noch kein Auto“, ergänzte er. „Andererseits: Wenn es ein ganz kleines Auto ist und die Wehr noch zwei, drei Jahre wartet…“, stellte er in den Raum. Auf die Wunschliste wurde ferner die Anschaffung einer hydraulischen Schere gesetzt, die die freiwilligen Helfer gern hätten. Auch das Investitionsprogramm wurde einstimmig verabschiedet.

In ihrem Bericht ließ Bürgermeisterin Ute Ehmke die vergangenen Monate mit dem 100. Geburtstag der alten Schule, dem Dorffest, das parallel gefeiert wurde, der Seniorenweihnachtsfeier, dem Neujahrsempfang und einem ersten Flüchtlingstreffen im Dorfgemeinschaftshaus Revue passieren.

Ein Feuer im Jugendraum sorgte im Dezember vergangenen Jahres für Aufregung. Die Brandursache gab Rätsel auf. Inzwischen hat die Versicherung den Brand als technischen Defekt eingestuft und zugesagt, die Kosten zu übernehmen. Damit kann die Instandsetzung beginnen.

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