Stellenabbau bei der Polizei : Freie Fahrt für Raser auf A23?

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Freie Fahrt für Raser auf der A23? Das Land Schleswig-Holstein will die Hälfte seiner 20 Videowagen stilllegen. „Wir werden das an vielen Stellen nicht mehr machen, auf der A23 eventuell gar nicht mehr“, sagte Manfred Börner, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), bei einer Podiumsdiskussion in Tornesch. Er prophezeite eine Zunahme von Unfällen.

shz.de von
05. Juni 2015, 21:41 Uhr

Fast 60 Gäste waren der Einladung des CDU-Kreisverbands in die Gaststätte Birkenhain gefolgt. „Stellenabbau bei der Polizei – Zukunft der Inneren Sicherheit in Schleswig-Holstein“ lautete das Thema. Börner und Axel Bernstein, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, beklagten die Ausstattung der Ordnungsbehörde im Land. Schleswig-Holstein gebe pro Bürger 130 Euro und damit weniger als die meisten Bundesländer für die Polizei aus. Während Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zusätzliche Jobs bei der Polizei schaffen würden, streiche Schleswig-Holstein nun auch noch 122 Stellen, so Bernstein.

Dabei arbeiteten viele Kollegen bereits an der Belastungsgrenze. Zudem habe der internationale Terrorismus eine Bedrohungslage geschaffen, die weiteren Einsatz fordert. „Der Beruf wird nicht attraktiver“, beklagte er.

Bernstein warf der Landesregierung einen schweren Fehler vor. Sie wolle das Geld anders ausgeben. Sicherlich ließe sich die Polizei durch größere Einheiten effizienter organisieren. „Aber unsere Vorstellung ist es nicht, dass man die 110 wählt und ein anonymer Beamter kommt“, sagte er. Bürgernähe ließe sich nur durch ausreichend Personal herstellen.

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