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Miethke-Förderpreis : Forscher-Engagement gewürdigt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit 2009 verleiht die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft (SHUG) jährlich den Professor Miethke-Förderpreis. Er dient der Förderung von fachlichem und forschendem Engagement außerhalb von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein und ist mit 3000 Euro dotiert.

Auf die Ausschreibung zum Rahmenthema 2014 „Der Himmel über Schleswig-Holstein. Untersuchungen zu Astronomie und Meteorologie“ waren etliche Bewerbungen eingegangen. Deshalb hatte sich der Vorstand der SHUG entschlossen, den Preis in diesem Jahr auf zwei Projekte aufzuteilen.

Ausgezeichnet wurden der Verein Regionale Volks- und Schul-sternwarte Tornesch für das Projekt „Mondfinsternis vor 315 Jahren, beobachtet in Kiel und Hamburg“ und das Detlefsengymnasium in Glückstadt für das Projekt „Der Himmel über Schleswig-Holstein: Sterne über Glückstadt“.

Die Preisverleihung fand in der Aula der Klaus-Groth-Schule Tornesch statt. An der Gemeinschaftsschule des Schulzweckverbandes Tornesch-Uetersen hat der Verein Regionale Volks- und Schulsternwarte seine Heimat. Er leitet die Sternwarte und macht sie mit regelmäßigen Veranstaltungen und Himmelskörperbeobachtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zugänglich. Das Projekt, mit dem sich Karl Engeldinger, Peter Zemlin und Lutz Zimmermann an dem für den Miethke-Förderpreis ausgeschriebenen Rahmenthema beteiligten, ist eine historische Dokumentation über die Beobachtungen zur Mondfinsternis im März 1699, die von Gelehrten wie Samuel Reyher in Kiel und Balthasar Mentzer III in Hamburg vorgenommen wurden. In seiner Laudatio würdigte Professor Dr. Ludwig Steindorff, wissenschaftlicher Leiter der SHUG, das Projekt der drei Mitglieder des Vereins Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch als „Baustein zur Kulturgeschichte von Schleswig-Holstein“ und betonte: „Mit großer Mühe wurde wissenschaftliches Material zusammengetragen und kommentiert“. Professor Dr. Ludwig Steindorff und Dr. Martin Skaruppe, Präsident der SHUG, überreichten die Auszeichnung und wünschten dem Verein Regionale Volks- und Schulsternwarte in seinem Wirken weiter viel Erfolg. Die Laudatio für das Projekt des Detlefsengymnasiums Glückstadt hielt Prof. Dr. Wolfgang Duschl, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter der SHUG.

Schüler hatten mit ihrem Lehrer Hans Krumsieg ein Modell entwickelt und gebaut, mit dem man die täglichen und jahreszeitlichen Wechsel am Sternenhimmel veranschaulichen kann.

Sternwarte auf dem dach der Klaus-Groth-Schule

Erinnerung an die Verwirklichung der Idee zur Sternwarte

Zahlreiche Mitglieder der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft (SHUG), darunter auch Professor Dr. Jürgen Miethke, der Stifter des Preises und ehemalige Präsident der SHUG, nahmen an dem Festakt in der Aula der Klaus-Groth-Schule teil. Sie wurden von Bürgermeister Roland Krügel, Verbandsvorsteher des Schulzweckverbandes Tornesch-Uetersen, der Träger der Schule und der Sternwarte ist, begrüßt. Er berichtete von den einstigen Bemühungen des 1999 gegründeten Vereins Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch um die Schaffung einer Sternwarte und der Möglichkeit, dank Ideen und finanzieller Förderungen diese Sternwarte auf dem Dach einer neuen Schule entstehen zu lassen. „Und wenn ich sehe, wie sich der Verein engagiert und heute sogar einen Preis erhält, dann denke ich, wir haben mit der Verwirklichung der tollen Idee alles richtig gemacht“, sagte er. Im Anschluss an den Festakt, der von einer Musikgruppe des Detlefsengymnasiums Glückstadt ausgestaltet wurde und der mit einer Vorstellung der beiden ausgezeichneten Projekte verbunden war, besuchten die Gäste die Sternwarte.

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erstellt am 16.Nov.2014 | 19:15 Uhr

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