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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 06:53 Uhr

Umorientierung : Fluglärmgegner machen weiter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer sich an die Spitze der „Bürgervereinigung gegen Fluglärm in Heist und Umgebung“ wählen lässt, stellt sich in den Mittelpunkt einer Diskussion, die zu den heftigsten in den vergangenen Jahren im Dorf gehört. Drei Vorsitzende haben nacheinander das Handtuch geworfen, weil ihnen die Konfrontationen zu viel wurden. Nun haben Erwin Aug und Uta Naths diese Aufgabe übernommen. „Wir wollen den Bürgern weiterhin eine Stimme geben“, steht für die Neuen fest.

„Eine Zäsur“, so der 1. Vorsitzende war die Verabschiedung des Bebauungsplanes für den Flugplatz im Frühjahr 2011. Die Vereinigung hatte letztlich erfolglos Front gegen den B-Plan und die damit verbundene Kommerzialisierung gemacht. Die Mitglieder mussten danach die Frage beantworten, ob ein Fortbestand Sinn macht.

Eine erste Antwort wurde mit den beiden Neuen gefunden, die sich zudem anderer Umgangsformen bedienen werden. „Wir wollen argumentieren und auf die Menschen zugehen“, sagt die 2. Vorsitzende. Sie möchten nicht konfrontativ arbeiten. Den Gemeindevertretern stellten sie sich am Beginn der jüngsten Sitzung vor. Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) nutzte die Chance die neue BI-Spitze zu einem Kennlerngespräch einzulanden, was sie angenommen haben.

Aug stellt aber auch mit Blick auf die Gemeindevertretung fest. „Sonst gibt es Regierung und Opposition“, sagt er. „In dieser Gemeinde habe ich Opposition nicht erkennen können.“ Uta Naths ergänzt: „Hier sind alle einer Meinung.“ Notwendig bleibt der Verein aus der Sicht von Ute Naths und Erwin Aug, weil 2014 eine wichtige Entscheidung ansteht. Dann läuft der Pachtvertrag der Flugplatz Uetersen GmbH mit dem Bund aus. Seit Jahren gibt es immer wieder Presseberichte, das Berlin das Bundeswehrgelände verkaufen und die Piloten es erwerben wollen. Konkret wurden die Pläne bisher nicht. „Wir werden das genau beobachten“, so Ute Naths.

Das gilt auch für die weitere Entwicklung auf des Areals, das mit 55000 Bewegungen jährlich der mit Abstand meistfrequentierte Flugplatz Schleswig-Holsteins ist. Im Entwurf des neuen Norddeutschen Luftverkehrskonzept werde er als Flugplatz mit kommerzieller allgemeiner Bedeutung bezeichnet, erklären sie. Die Kriterien dieser Einordnung erfülle der Verkehrslandeplatz Uetersen/ Heist allerdings aufgrund der Grasstart- und -landebahn nicht in vollem Umfang. Drängen wollen sie auch auf das Einhalten der Platzrunden. Piloten, die sie ignorieren, sorgen besonders für Lärm. Ihre Empfehlung: „Bürger, die dies beobachten, sollten sich beim Tower beschweren.“

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erstellt am 28.Jun.2012 | 22:24 Uhr

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