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Uetersener Nachrichten

24. November 2017 | 08:44 Uhr

Kooperation : Flüchtlingspaten gesucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Verein Bücken der Kulturen baut seine Kooperationen weiter aus und wird zukünftig auch eng mit den Beruflichen Schulen des Kreises Pinneberg zusammenarbeiten. Dabei geht es um ein Patenschaftsprojekt, in dessen Mittelpunkt unbegleitete, berufsschulpflichtige Flüchtlinge stehen. Das teilten Vereinsvorsitzender Baris Karabacak und Berufschulleiter Ulrich Krause mit.

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2015 | 18:03 Uhr

Das ist eine Willkommenskultur der besonderen Art: Weil immer mehr junge Migranten in den Kreis Pinneberg kommen, die ihr Leben in der neuen Heimat ohne Unterstützung der Familie organisieren müssen, sollen engagierte und ehrenamtliche Paten ihnen jetzt zur Seite gestellt werden. „Derzeit haben wir etwa 50 Jugendliche an der Berufsschule in Pinneberg, die ihre Heimat verlassen mussten“, sagte Ulrich Krause.

Was sie zu bewältgen haben, ist nicht weniger als ein psychischer Kraftakt. „Die meisten dieser jungen Menschen sind unbegleitete Minderjährige, die auf ihrer Flucht zu uns viele schreckliche Dinge erlebt haben“, sagte Baris Karabacak (kl. Foto: cel). Sie benötigten dringend Unterstützung bei der Integration in die deutsche Gesellschaft.

„Sie sehen sich hier einer fremden Kultur gegenüber, deren Sprache sie nicht verstehen“, so der Chef des Vereins Brücken der Kulturen. Ohne Vorwissen müssten sie den Prozess der Asylbeantragung durchlaufen, müssten ihren für sie zumeist völlig ungewohnten Alltag regeln, ohne auf Hilfe und Unterstützung zählen zu können.

Zusammen mit Berufsschulleiter Ulrich Krause rief Karabacak deshalb alle Menschen im Kreis Pinneberg dazu auf, sich als Flüchtlingspate auch für diese Zielgruppe verstärkt zur Verfügung zu stellen. „Wie sollen Menschen aus einer anderen Kultur ein wichtiger und tragender Teil unserer Gesellschaft werden, wenn genau diese Gesellschaft ihn nicht ganzheitlich einführt und aufnimmt?“, so Krause.

Paten, die es inzwischen in vielen Kommunen des Kreises Pinneberg gibt, sind Ansprechpartner in allen Fragen, helfen bei Behördengängen, organisieren Freizeitaktivitäten und sind vor allem bei Problemen verlässlich da, besonders wichtig für junge Menschen. Als Pate kommt infrage, wer eine abgeschlossene Ausbildung und ein einwandfreies Führungszeugnis nachweisen kann. Dabei spielt das Alter eine untergeordnete Rolle. Erfahrungsgemäß sind Renter für dieses Ehrenamt gut geeignet.

Wer Interesse an der Aufgabe hat, kann sich gerne mit Baris Karabacak unter der Mailadresse Bariskarabacak4@hotmail.com in Verbindung setzen.

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