Café Menschen für Menschen : Flüchtlinge willkommen heißen

4294810_800x671_54cbdbddd4a8d.jpg
1 von 3

Hilfe für Flüchtlinge formiert sich in Holm und Heist. Zu einem ersten Treffen ins Gemeindezentrum Steinberge waren knapp 50 Bürger gekommen, die bereit sind, sich zu engagieren. Das „Café Menschen für Menschen“ soll eine feste Einrichtung werden.

shz.de von
30. Januar 2015, 20:28 Uhr

In Holm entstand die Idee im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes, der alle zwei Wochen von Pastorin Susanne Schmidtpott mit Müttern und Kindern zelebriert wird. Anschließend sitzt man noch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Es bildete sich eine Gruppe, die den Gedanken Taten folgen lassen wollte. Etwa 20 Asylsuchende leben an vier Standorten in Holm. Eine Familie ist durch eine der Initiatorinnen untergebracht worden.

Im Amtsbereich sind es derzeit 149 Flüchtlinge. Bei der Freien Wählergemeinschaft in Heist gab es ebenfalls die Idee, den im Dorf untergebrachten Verfolgten zu helfen und so arbeitete man jetzt mit den Holmern zusammen.

Wir sind keine kirchliche Veranstaltung“, erklärte Bärbel Heimann zur Begrüßung, „wir sind keine politische Veranstaltung.“ „Wir wollen die Menschen willkommen heißen und Begegnungen schaffen.“

20 Menschen aus Afghanistan, Syrien und dem Iran waren ebenfalls der Einladung gefolgt und so bahnten sich erste Kontakte an. Es gebe ganz viel Bedarf, etwas zu tun, so die Pastorin.

Positiv überrascht zeigte sie sich über den Andrang der Menschen, die mitmachen wollen. Susanne Schmidtpott hatte per E-Mail geworben. Über Mund-zu-Mund-Propaganda habe sie von dem Treffen gehört, berichtete Helga Haffki, die mit zwei Freundinnen gekommen war. Außerdem hatten Schüler Handzettel im Dorf verteilt.

Die Initiatorinnen nutzten die Gelegenheit, vier Menschen zu ehren, die sich bereits intensiv um Asylsuchende kümmern. Berthold und Brigitte Zacharias aus Holm sowie Ingke Eggerstedt aus Hetlingen geben ihnen privat Deutschunterricht. Friederike Ringel kümmert sich währenddessen um die Kinder.

Die Treffen sollen eine regelmäßige Einrichtung werden. Immer am zweiten und letzten Donnerstag im Monat ab 16 Uhr steht das Gemeindezentrum Verfolgten und Unterstützern offen. Das nächste Mal kommt man also am 12. Februar zusammen.

Ausdrücklich hoffen die Initiatorinnen auf Menschen, die neue Ideen einbringen wollen. Derzeit werden vor allem Menschen gesucht, die dolmetschen können.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert