Handball : Fleck auf der Heimweste

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Nachdem es in der kurzen Weihnachtspause, auch für viele dem Verein Nahestehende überraschend, einen Trainerwechsel gegeben hatte, standen die 1. Männer des TuS Esingen unter einer besonderen Beobachtung – die Spieler hatten schließlich Markus Risch ihr Vertrauen entzogen, woraufhin er als Coach zurücktrat (die UeNa berichteten). Im ersten Pflichtspiel in 2015 mussten sich die Esinger dann aber am Sonnabend mit einem 36:36-Unentschieden gegen den SC Alstertal-Langenhorn begnügen.

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12. Januar 2015, 21:04 Uhr

Dies war der erste Fleck auf der weißen Heimweste, nachdem unter Risch alle fünf Heimspiele gewonnen worden waren und es daheim nie mehr als 30 Gegentore gab. Das Duell zweier Hamburg-Liga-Spitzenteams verlief äußerst eng und spannend. Als Jannik Genz einen Strafwurf zum 3:2 verwandelte, bedeutete dies nach vier Minuten die erste Esinger Führung. Im weiteren Spielverlauf wurden fünf Siebenmeter verworfen: Genz verwandelte nur einen von vier (!) Versuchen, Haas immerhin vier von fünf und Timo Kreckwitz scheiterte einmal. Als TuS-Torwart Benjamin Boje seinerseits einen Siebenmeter hielt und Daniel Günter das 11:8 gelang, bedeutete dies in der 13. Minute den einzigen Drei-Tore-Vorsprung in der gesamten Partie.

Beim Stand von 12:10 nahm SCALA-Coach Burkhard Witt seine Auszeit (17.). Fünf Minuten später hieß es 13:14, woraufhin TuS-Trainer Jan-Henning Himborn Redebedarf anmeldete. Danach zeigten sich Tim Wichmann und vor allem Tobias Bombe treffsicher: Die letzten drei TuS-Treffer in Hälfte eins erzielte Bombe im Alleingang und er markierte, nachdem ihm ein Tor wegen Übertretens aberkannt worden war, mit der Pausensirene auch den 21:20-Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Tornescher in der Abwehr. Einen 28:30-Rückstand (46.) drehten sie zum 33:31 (54.). Beim Stand von 36:34 hätte Nicolas Philippi alles klar machen können – bei einem Tempogegenstoß scheiterte er aber ebenso freistehend am SCALA-Keeper (59.) wie zuvor bereits Kreckwitz. Die Esinger blieben zwar zunächst in Ballbesitz, agierten aber viel zu hektisch und produzierten durch technische Fehler auch Ballverluste.

Sechs Sekunden vor Ultimo kassierten sie deshalb den 36:36-Ausgleich. Jan-Henning Himborn nahm eine Auszeit; der Zeitnehmer stoppte die Uhr erst vier Sekunden später und es gab eine große Aufregung. Die Schiedsrichter entschieden, dass noch fünf Sekunden zu spielen sind. Mit dem deshalb manuell erfolgten Schlusspfiff ging ein Freiwurf-Pfiff der Schiedsrichter einher. Der Freiwurf wurde nach abermaligen Diskussionen noch ausgeführt – Haas jagte den Ball aber in die Abwehrmauer der Gäste, die das Remis wie einen Sieg feierten.

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