Flachzangen, Spinner und Teufel

Höchste Konzentration an den Kickertischen bei Spielern und Schiedsrichter, der immer am Ende des Tisches steht.
Höchste Konzentration an den Kickertischen bei Spielern und Schiedsrichter, der immer am Ende des Tisches steht.

24 Mannschaften mit teils kuriosen Namen traten beim Tischkicker-Turnier in Heidgraben an / Einnahmen gehen an die Krebsgesellschaft

shz.de von
14. März 2018, 16:05 Uhr

Im Markttreff starren jeweils vier Männer sieben Minuten lang wie gebannt auf einen Tisch, drehen wie verrückt ganz urplötzlich an irgendeiner Kurbel, fluchen, jubeln und nehmen das Ganze auch noch bierernst, obwohl fast jede der 24 Mannschaften einen urkomischen Namen hat. Wie „Die linke und die rechte Hand des Teufels“ oder „Die jungen und die alten Spinner“, „Dritte Halbzeit“ und „Flachzange“, sogar eine Abordnung des „Wattikans“ war dabei. Was da los ist oder beziehungsweise war? Ganz klar: Tischkicker, mehr als 50 Männer und sogar ein paar Frauen, am Wochenende losgelassen zu einem Turnier, das auch noch einem guten Zweck diente.

Und ausdenken können sich so etwas nur Heidgrabens „Schietwatter“, die zugunsten der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft bei den abenteuerlichsten Gelegenheiten Spenden einsammeln und dabei sich selbst und den Zuschauern eine Menge Spaß bieten. Initiatorin Britta Hollander, die mit ihrem Handballteam „Schietwatter“ und dem „Wolleyballteam Watt’n Schiet“ schon eine fest eingeplante Institution mit dickem Spendengepäck bei der „Wattolümpiade“ in Brunsbüttel ist, hatte jetzt zum dritten Mal gemeinsam mit der Familie Gumbrich als Spielleitung das Kickerturnier im Markttreff organisiert, das sich in der Region als besonders attraktiv erwiesen hat und immer mehr Zuspruch bekommt. Und das nicht zuletzt, weil attraktive Preise sowie den Siegern ein Wanderpokal locken.

Großzügig erwiesen sich hierbei mehrere Unternehmen aus Heidgraben und Umgebung sowie Markttreff-Inhaber Manfred Langer, der sogar eine dicke Wurst für den letzten in der Gewinnerliste zur Verfügung stellte. Auch die „Schietwatter“ und „Watt’n Schiet“ sowie deren Familien hatten sich die Vorfreude nicht nehmen lassen, hatten ganz tief in Zucker- und Mehltöpfe gegriffen und sagenhafte Donauwellen, Bienenstiche, Marzipantorten und Zimtkuchen gebacken. Ein Stück gab es für einen Euro zum Kaffee im Markttreff, selbst die Bäckerinnen und Bäcker mussten ihren eigenen Kuchen bezahlen, kommt ja alles der Krebshilfe zugute.


Die meisten haben das Doppelte bezahlt

„Die Startgebühr betrug zehn Euro pro Team, aber die meisten haben gleich 20 gegeben“, erzählt Britta Hollander und freut sich. Dazu kommen die Gewinne aus Kuchen, Kaffee und Getränke-Verkauf abzüglich der Leihgebühr für die Tische, aber auch die Verleihfirma aus Hamburg hat den Schietwattern ein Sonderangebot gemacht.

Für die Gewinner gab es Urkunden und Preise. Ganz vorn standen dabei auf dem ersten Platz das Team „pinkshot“ mit Lars Schieber und Nico Wabnitz aus Uetersen, auf dem zweiten Platz „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ mit Timo Sonnier und Torsten Mullin aus Heidgraben und Uetersen, den dritten Platz errang „Team Krück“ mit Finja und Tim Lukas Krieg aus Heidgraben und der vierte Platz ging an „Die jungen und die alten Spinner“, das waren Chris Rosin und sein Vater.

Besonders viel Spaß bereitete Teilnehmern und Zuschauern ein schickes Outfit der Teams, auch hierfür gab es Preise. Den ersten gab es für „Die Konkurrenz“ mit John Mullin und Janna Fuhrmann, den zweiten für das reine Damenteam „Los Flamingos“ Kathrin Schart und Antje Kypke.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen