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Kreisschützenverbandstag : Fix möchte 2016 Chef werden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Schützenwesen wird in der Rosenstadt groß geschrieben. Neben der Uetersener Schützengilde von 1545 und dem Schützenverein Uetersen von 1959 hält die Uetersener Sportgemeinschaft mit ihrer Bogensportabteilung die Fahne des Schießsports hoch. Das wurde auch gestern, während des Kreisschützenverbandstages gewürdigt, der in der zentralen Stadt des Kreises (Kreispräsident Burkhard E. Tiemann) ausgerichtet worden war.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2015 | 21:59 Uhr

Rund 70 Delegierte kamen in der Gastwirtschaft Zur Erholung zusammen, um zu ehren, zu wählen und zu beschließen. Auch der Kreisschützenverbandstag 2016 wird in Uetersen stattfinden, lautete ein Beschluss. Ausrichter ist erneut der Schützenverein Uetersen. Begrüßt werden konnten eine Reihe von Ehrengästen. An der Spitze der Kreispräsident. Der erinnerte daran, dass er dieses Verbandstreffen seit nunmehr zwölf Jahren besucht. Und das gerne tue. Tiemann reflektierte auf den Amoklauf von Winnenden und sagte, dass Waffen nur dann Unglück anrichten könnten, wenn sie in falsche Hände gerieten.

Anwesend war zudem der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. Der Bundespolitiker hob in seinem Grußwort hervor, dass das Schützenwesen Teil des Kulturgutes des Kreises sei. Gerade in Uetersen zeige sich das. Rossmann lobte die Nachwuchsarbeit des Kreisschützenverbandes und auch den Mut, nach vorne zu schauen. Die Kraft eines Verbandes zeige sich auch in der Bereitschaft, neue Ideen in die Gemeinschaft hineinzugeben und neue Formen für das Gemeinschaftsleben zu erarbeiten.

Andreas Faust nahm als Erster Stadtrat in Stellvertretung für die Bürgermeisterin teil. Er sagte, dass die Uetersener Politik das Ehrenamt zu schätzen wisse und dieses nicht allein lasse. Er freue sich, so viele Anwesende begrüßen zu können.

Kurt Desselmann sprach im Namen des Kreissportverbands. Ohne die Schützen gehe es nicht, so der Funktionär. Vorschriftenlage, Wertewandel und die demografische Entwicklung trügen dazu bei, dass es hinsichtlich der Mitgliederentwicklung nicht besser werde. „Haben Sie immer Mut zu neuen Ideen“, so Desselmann.

Hoher Besuch war vom Norddeutschen Schützenverband angereist. Der Chef selbst, Präsident Peter Krönert, ergriff das Wort. Zentrales Thema sei die Mitgliedergewinnung, mahnte er. Für die Zukunft des Schützenwesens sei es wichtig, dass der Breiten- und der Leistungssport gleichsam gefördert werden. An die Delegierten der Vereine appellierte er, das Feuer durch neue Ideen weiterzugeben. Im Kreis gebe es bei 2173 Mitgliedern ein leichtes Plus. Hier sei man also auf einem guten Weg.

Thema des NDSB-Präsidenten war zudem das Landesleistungszentrum, das in Kellinghusen errichtet werden soll. Hier bläst dem Präsidenten eisiger Wind von Vereinsseite ins Gesicht, sollen diese doch per Sonderumlage (17,70 Euro pro Mitglied) dazu beitragen, den 600000-Euro-Bau zu finanzieren. Dass der nächste Verbandstag auf NDSB-Ebene kein leichter werden wird, war auch dem Grundtenor der Versammlung bei Ratjen zu entnehmen. Der war nämlich eher kritisch. Auch Bernd Röding, Vorsitzender des Kreisschützenverbands, regte an, noch einmal über alternative Finanzierungsmodelle nachzudenken. Röding sagte ferner, dass er im kommenden Jahr als Vorsitzender ausscheiden werde. Das Feld bei den Schützen ist aber offensichtlich gut bestellt. Hans-Joachim Fix erklärte, dass er 2016 kandidieren wolle. Der bisherige Schriftführer im Kreisverband wurde von den Delegierten zum 1. Stellvertreter Rödings gewählt. Fix ist dabei Nachfolger des 2014 verstorbenen Uwe Bichel, der während der Versammlung mehrfach gewürdigt wurde.

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