Kosten : Finanzierung des neuen Sportplatzes

Die Verwaltung wird den Mitgliedern des Finanzausschusses in der öffentlichen Beratung des Ausschusses am Mittwoch, dem 28. November, darstellen, wie die Finanzierung der Verlagerung des Sportplatzes Friedlandstraße an den Großen Moorweg aussehen soll.

Avatar_shz von
25. November 2012, 21:20 Uhr

Die Grünen-Politiker hatten im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur- und Bildungswesen ihre Zustimmung zum Haushalt 2013 dieses Fachbereiches verweigert, weil ihnen belastbare Zahlen zur Gesamtfinanzierung und Wirtschaftlichkeit des geplanten Sportplatzgeländes mit Soccerhalle am Großen Moorweg fehlten. In der jüngsten Beratung des Finanzausschusses hatte FCU-Projektleiter Frank Mettal in nicht öffentlicher Sitzung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgelegt. Die Politiker erteilten der Verwaltung den Auftrag, die Gesamtfinanzierung für die Stadt einschließlich des Grunderwerbs darzustellen. Das wird nun in der Sitzung am 28. November geschehen. Die Grunderwerbskosten für das neue Sportplatzgelände liegen bei 1,387 Millionen Euro. Davon wurden bereits 725000 Euro von der Grundstücksgesellschaft Tornesch (GGT) und der Stadt gezahlt. Die erworbenen Grundstücke sollen dauerhaft im Eigentum der Stadt verbleiben. Die von der GGT gezahlten Erwerbskosten will die Stadt erstatten. Die Finanzierung könne aus der Rückzahlung der von der Stadt an die GGT in den Jahren 2007 bis 2012 gewährten Tilgungsdarlehen in Höhe von 720000 Euro und der Reduzierung des für 2013 vorgesehenen Tilgungsdarlehens um 5106,38 Euro auf dann 114200 Euro erfolgen. Die beiden noch offenen Kaufpreisraten (insgesamt etwa 310000 Euro für zwei Flurstücke) zahlt die Stadt. Die Beträge müssten im Nachtragshaushalt 2013 beziehungsweise im Haushalt 2014 veranschlagt werden. Die Verwaltung schlägt den Politikern vor, dass 2013 eine Neue Grundstücksgesellschaft Tornesch (Neue GGT) gegründet wird, über die dann der Sportplatz am Großen Moorweg „abgewickelt“ wird. Diese Neue GGT soll voll steuerpflichtig werden, um den Vorsteuerabzug geltend machen zu können. Es ist vorgesehen, dass die Grundstücke für den Bau der Sportanlage dem FCU pachtfrei zur Verfügung gestellt werden, denn auch für das Sportplatzgrundstück an der Friedlandstraße wurde keine Pacht erhoben. Laut Beschlussvorschlag will die Stadt die auf 40000 Euro im Jahr geschätzten Kosten für die Pflege der Sportanlage dauerhaft tragen und auch eine Anlauffinanzierung für die Einrichtungen des Sportplatzes in Höhe von 80000 Euro übernehmen. Vorgeschlagen wird eine Staffelung der Pacht für die Soccerhalle in den ersten vier Jahren.

Die reduzierten Pachtzahlungen will die Stadt ausgleichen. Die Verwaltung geht davon aus, dass anhand des vorliegenden Wirtschaftskonzeptes ab dem fünften Jahr die laufenden Kosten durch die erwarteten Einnahmen gedeckt werden. Den Verkaufserlös für das Sportplatzgrundstück Friedlandstraße schätzt die Verwaltung auf 3,5 Millionen Euro. Die Baukosten des neuen Sportplatzes mit Sockerhalle auf 5,5 Millionen Euro.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert