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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 06:25 Uhr

Finanzen kommen unter die Lupe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

haushaltTornesch erhält externe Unterstützung

Der Haushalt der Stadt Tornesch ist in Schieflage geraten. Mit professioneller Hilfe wollen Verwaltung und Politik nun versuchen, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dafür hat der Hauptausschuss am Montagabend einstimmig die Firma Kubus Kommunalberatung und Service GmbH beauftragt, Finanzen und Strukturen unter die Lupe zu nehmen und Vorschläge für Konsolidierungsmaßnahmen zu unterbreiten.

Ziel der Untersuchung sei es nicht, mit dem Rotstift durch den Haushalt zu gehen, erläuterte Volker Bargfrede. Der Geschäftsführer des Schweriner Unternehmens nahm am Montagabend auf Einladung der Politik ebenso an der Sitzung teil, wie seine Kollegin Iris Buchholz. „Es geht nicht nur um Einmaleffekte, sondern auch um nachhaltige Effekte“, sagte Bargfrede. Grundsätzlich sei wichtig, sich nicht „im Kleinen zu verlieren“, sondern zu priorisieren, und so zu untersuchen, welche Bereiche effizienter dargestellt werden könnten, so Bargfrede.


Projekt im Dialog mit Politik und Verwaltung


Buchholz betonte, dass der gesamte Haushalt betrachtet werden müsse − auch die ausgelagerten Bereiche. „Unsere Vorgabe war: ‚Es gibt keine Tabus‘“, sagte sie. Die beiden Kubus-Vertreter machten deutlich, dass die möglichen Konsolidierungsmaßnahmen im Dialog mit Verwaltung und Politik erarbeitet werden sollen. „Das Know-How ist bei Verwaltungsmitarbeitern und Politikern vorhanden. Es gilt, dieses abzurufen“, so Bargfrede. Buchholz betonte: „Wir können es nicht als Einbahnstraße machen und sind sehr von der Zuarbeit abhängig.“ Bei der Politik stießen die Kubus-Pläne grundsätzlich auf Zustimmung. Andreas Quast von der CDU machte seine Zielrichtung deutlich: „Wir wollen an Grenzen gehen, die undenkbar sind.“ Er plädierte zudem für einen straffen Zeitplan und wünschte sich erste Ergebnisse bereits zu den Verhandlungen über den Nachtragshaushalt für 2018 im Herbst. Dem stünden allerdings die Sommerferien samt Urlaubszeit sowie die ohnehin große Arbeitsbelastung der Verwaltung entgegen, betonte Bürgermeister Roland Krügel (CDU). „Die Arbeit kommt ‚on top‘“, so Krügel.

Auch SPD-Vertreter Manfred Fäcke plädierte dafür, keine Zeitvorgaben zu machen. „Wichtig ist eine qualifizierte Lösung“, so Fäcke. Dessen Parteikollegin und Ausschussvorsitzende Verena Fischer-Neumann machte deutlich, dass es Ziele gebe, „die wir nicht aufgeben wollen“. FDP-Fraktionschef Gunnar Werner interessierte sich für mögliches Optimierungspotenzial innerhalb des Kubus-Angebots in Höhe von 59  000 Euro. „Vielleicht im Laufe der Untersuchung“, sagte Bargfrede.

Diskussionen gab es über die Funktion der Lenkungsgruppe, in der die Fraktionen mit jeweils zwei Mitgliedern vertreten sein sollen. Die Befürchtung, ihre Ratsmehrheit werde nicht abgebildet, konnte Buchholz den Sozialdemokraten nehmen. Die Gruppe diene lediglich der Projektsteuerung, so die Kubus-Mitarbeiterin. Die endgültige Entscheidung obliege den politischen Gremien. In den kommenden Wochen wollen Bargfrede und Buchholz einen Zeitplan für das Projekt vorlegen.

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erstellt am 17.Mai.2017 | 15:26 Uhr

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