Hagen Quartett : Filigraner Beethoven

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Ein perfektes Finale für das Schleswig-Holstein Musik Festival in der spätbarocken Rellinger Kirche, in der in diesem Jahr zum 25. Mal Konzerte aus dem meisterlichen Programm mit den großen Ansprüchen und der breitgefächerten Begeisterung dafür erklangen: das in der Weltelite der Streich-Quartette mit agierende Hagen Quartett spielte Beethoven.

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07. August 2012, 19:47 Uhr

Auf dem Programm standen das Streichquartett in f-Moll op. 95, das „Quartetto serioso“, das Streichquartett in Es-Dur op. 74 „Harfenquartett“ und das Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6.

Streichquartette, von den ersten Komponisten, die sie erschufen, ursprünglich für die bürgerliche Hausmusik gedacht, von Haydn und Mozart professionalisiert und von Beethoven an den Vorbildern Haydn und Mozart orientiert aber letztendlich in seinem eigenen, ganz individuellen Stil komponiert, seine Themen und Motive hervorhebend und die Tongeschlechter Dur und Moll unversehens wechselnd. Das Hagen-Quartett weiß diese Besonderheiten Beethovens heraus zu heben und mit traumwandlerischer Sicherheit genau die filigranen Feinheiten, die in Beethovens schwermütigen und melancholischen Stücken oftmals unter zu gehen drohen, ans Licht zu holen und glänzen zu lassen.

Das Hagen-Quartett, das seit mehr als 30 Jahren in der gleichen Zusammensetzung besteht, bezauberte Menschen in den großen Metropolen der Welt, in New York, Tokio, London, Wien, Salzburg – und jetzt auch dank des Schleswig-Holstein Musik Festivals im kleinen Rellingen mit den vielen Besuchern aus der Region. Perfekt aufeinander abgestimmt, perfekt gestimmt, und perfekt Beethovens Streichquartette interpretierend spannten sie einen dramaturgischen Bogen über ihre Darbietungen, die den ganz großen Applaus verdienten.

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