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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 08:26 Uhr

Kreiskulturwoche : Feuerwerk in Sachen Kunst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gleich mit einem „Knaller“ zu beginnen – das war schon ein starkes Stück Kultur ganz am Anfang der Kreiskulturwoche. Beim festlichen Auftakt in der ehrwürdigen Drostei, die längst zum anerkannten Musentempel der Region geworden ist, entstand frenetischer Jubel um drei dreizehnjährige Jungen, die mit modischer Windstoßfrisur, Botticelli-Engels-Gesichtern und großartigen Künsten auf dem Flügel, dem Cello und der Geige das ausgewählte Publikum von Kunst schaffenden und Kunst begeisterten im Festsaal geradezu hypnotisierte.

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erstellt am 05.Mai.2013 | 17:43 Uhr

Das „Trio Tre“ kam aus Polen, hatte auf der Reise zum European Music Festival for Young People in Quickborn bei Bekannten Station gemacht und war bei der Gelegenheit der Einladung zur Eröffnungsfeier der Kreiskulturwoche ausgesprochen gern gefolgt, berichtete die erste Vorsitzende des Kreiskulturverbandes, Elke Ferro-Goldstein, die das Festprogramm moderierte. Die drei Jungen boten fröhliche und schwere Klassik sowie internationale Musik in Perfektion, ein absolutes Highlight in dem abwechslungsreichen Programm dieses Abends, das das Publikum sichtlich genoss.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Burkhard E. Tiemann, hatte sich von der Abschiedsfeier für einen langjährigen Wehrführer in seinem Heimatort Kummerfeld losgeeist, um „zehn Tage kulturelles Feuerwerk“ zu eröffnen, eine Veranstaltung, die nicht elitär sei, sondern jeden erreichen möchte, so der Kreispräsident, und die der Kreis Pinneberg jetzt auch schon zum zehnten Mal mit Lesungen, Konzerten und geöffneten Ateliers von insgesamt 80 Kulturschaffenden durchführe.

Als Dankeschön und Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichte er Kulturverbandsvorsitzenden Elke Ferro-Goldstein eine Urkunde für die geleistete Arbeit, die die vor allem im Namen ihres guten Teams annahm.

Spaß hatten die Anwesenden auch an einer satirischen Geschichte des Moorreger Autors Stefan Preck, der in seinem erfrischenden, unverkrampften Schreibstil über die mühsame Verabredung eines sensiblen Autors zu einer Lesung in einem Cafè berichtete.

Einen weiteren Augen- und Ohrenschmaus präsentierte der Komponist und Pianist Thomas Rahlfs, dessen überaus temperamentvollen musikalischen Kreationen von gewagten gymnastischen Übungen untermalt wurden, bei denen das Publikum gespannt war, wann der Komponist vom Klavierschemel fiel. Doch der blieb unfallfrei und genoss den Beifall. Bunt wurde es, als Edwin Zaft vom offenen Atelier Quickborn ein acht Meter langes Gemälde entrollte, das Besucher unter seiner Leitung gemeinsam bei der letzten Kreiskulturwoche in Seeth Eekholt zu Ehren von Professor Walter Arno geschaffen hatten und das zeigt, welches Potential in kunstinteressierten Menschen im Kreis Pinneberg schlummert.

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