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Ahrenlohe : Fetziger Sound und deftiges Kabarett

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn eine Dreiviertelstunde vor Beginn der Veranstaltung die Autos auf dem Parkplatz neben Krögers Gasthof dicht an dicht gedrängt stehen und die freundliche Frau an der Kasse sagt: „Die ersten waren schon um 18.15 Uhr hier“ dann ist sicher: Hier ist der 36. Ahrenloher Dorfabend.

Marion Carstens und Andrea Hatje haben ganze Arbeit geleistet und aus buntem Pappkarton Blumen, Häuser, Schafe, Autos und die gesamte Ahrenloher Straße ausgeschnitten, damit den doch eher tristen, alten Saal festlich aufgebrezelt. Frank Steckmeister, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Ahrenlohe und richtig fein im schwarzen Zwirn greift zum Mikrofon und kündigt schon die erste kleine Sensation an, die „Moorhuulers“ singen, der Chor mit den grünen T-Shirts und der lustigen Eule auf den Rücken, die jeder mit den begabten Sängern verbindet. Leiterin Regine Kopper hatte in unwahrscheinlichen zwei Monaten Probezeit alles aus dem Chor herausgeholt, was der auch wirklich kann: das anspruchsvolle „Auf einem Baum ein Kuckuck“, dann den „Drunken Sailor“ und „Alle meine Entchen“ als Sprechgesang und techno-mäßig aufgepeppt. Am Schluss das afrikanische „Masiti“ mit dem auch Uetersens Gospelchor „Adonai“ in die Kirche einzieht. Auch bei den „Moorhuulers“ ist da der Gänsehaut-Faktor garantiert. Viel Spaß hatten die Zuschauer an Karen Jansens selbst geschriebenem Stück „Die furchtlosen Vier“, bei dem die Ahrenloher Kinder auf Mörderjagd durch das Dorf streiften und an der „Friedensbrücke“, die Esingen und Ahrenlohe endlich einmal verbindet und in der so mancher bereits im Fahrstuhl stecken geblieben ist und unter anderem einem Herrn begegneten, der zwar im Gegensatz zu dem „wahren“ ganz langsam sprach, aber von sich sagt: „Ich bin der Bürgermeister, mir muss man alles glauben.“ Eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind auch beim nächsten Ereignis ganz sicherlich frei erfunden und zufällig. „Einstein“ hieß das Theaterstück der Ahrenloher Jugendlichen, über das bis zum Dorfabend am Freitag tiefstes Schweigen gehüllt war und nun zur Sensation des Abends geriet. Denn mit Einstein war nicht der berühmte Wissenschaftler gemeint, sondern ein Zauberstein, der aus drei Teilen zusammengesetzt helfen kann, den gruseligen Lord Krügelmort, der die Weltherrschaft an sich reißen und ganz Ahrenlohe platt machen will, außer Gefecht zu setzen.

Eigentlich sollte dabei Bürgermeisterin Andrea Hansen helfen, doch die war gerade von Carsten Maschmeyer nach Mallorca eingeladen worden und so mussten das die drei Ahrenloher Zauberschüler Harry, Ron und Hermine den „seit 1986 alternativlosen Schreckensherrscher“ zur Strecke bringen. Auch wenn Mutter Andrea Hatje als Zuschauerin völlig baff staunte „Da ist ja meine Mütze, die habe ich schon seit Wochen gesucht“, die Kostüme und Ausstattung waren so liebevoll zusammengestellt, dass es dem Charme und der Komik des Stückes nur noch das i-Tüpfelchen aufsetzte. Lustig und turbulent, aber nicht ganz so scharfzüngig, ging es bei der Aufführung der Theatergruppe mit dem Stück „Stick un Stump“ einher, die Ahrenloher haben sich längst ihre begabten Lieblingsschauspieler auf dieser Bühne auserkoren und feierten sie zu Recht frenetisch.

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erstellt am 11.Mär.2012 | 21:29 Uhr

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