zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 07:38 Uhr

Handball : Festung gefallen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Geht das denn schon wieder los?“, fragte sich mancher Anhänger der 1. Männer des TuS Esingen besorgt, als am Sonnabend im Oberliga-Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek nach zwölf Minuten ein 2:8-Rückstand auf der Anzeigetafel stand. Das nackte Ergebnis betrachtet, waren bis hierhin erschreckende Parallelen zur 14:26-Klatsche, die die Tornescher eine Woche zuvor beim FC St. Pauli kassiert hatten, erkennbar. Doch anders als in Hamburg, gelang es den TuS-Männern nun vor heimischem Publikum, sich bis zur Pause heranzukämpfen und das Spiel wieder eng und spannend zu gestalten.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2015 | 21:47 Uhr

Vor allem der Treffsicherheit von Benedict Philippi, der bärenstark spielte, hatten die Esinger es zu verdanken, dass sie aus einem 3:9 mit drei Toren in Folge ein 6:9 machten. Auch zur Pause (8:11) lagen die Hausherren mit drei Treffern zurück. Nach dem Seitenwechsel setzten die Esinger ihre Aufholjagd fort und waren beim 10:11 sogar nur noch mit einem Tor im Hintertreffen.

Die Barmbeker, die mit einem sehr erfahrenen Team antraten, ließen sich davon jedoch nicht beirren. Vor allem Dennis Tretow (war für den VfL Bad Schwartau insgesamt 172 Mal in der 2. Bundesliga aktiv) und Robin Morgner waren jederzeit dazu in der Lage, das Spiel geschickt zu verlagern. Dass der Rückstand aus TuS-Sicht bis zum Stand von 13:18 wieder auf fünf Tore anwuchs, war umso ärgerlicher, weil die Barmbeker ihre Treffer 15 (43. Minute) bis 18 (49.) allesamt per Siebenmeter erzielten.

„Trotzdem waren wir drauf und dran, der Partie in der Schlussphase noch einmal eine Wende zu geben“, sagte Claas-Peter Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel trainiert. Denn als Alexander Dustin Witt den Posten zwischen den Esinger Pfosten übernahm, zahlreiche gute Paraden zeigte und auch die Abwehr der Heim-Sieben stark arbeitete, war beim 17:19 (55.) plötzlich wieder alles offen. Mehrmals wäre der Anschlusstreffer möglich gewesen ‒ doch die in der Abwehr eroberten Bälle wurden vorne mit Fehlpässen oder Fehlwürfen zu leicht wieder her geschenkt. Der defensiv starke Nicolas Philippi erarbeitete sich, anders als Daniel Abel, am Kreis zwar einige Wurfchancen, vergab diese jedoch.

So legten die Gäste zwei Tore zum 17:21 nach. Am Ende kassierten die Esinger mit einem 18:22 ihre erste Heimniederlage in einem Punktspiel seit dem 7. Dezember 2013. Die „Festung Neue KGST-Halle“, die in den letzten 18 Ligaspielen für die Gegner uneinnehmbar gewesen war, ist also nach knapp 22 Monaten gefallen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert