Fußball : Festung erobert

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23 Liga-Heimspiele in Folge war der TuS Osdorf ungeschlagen geblieben. Doch am Sonnabendnachmittag beendeten die 1. Herren des TSV Uetersen diese stolze Serie und gewannen beim diesjährigen Landesliga-Neuling mit 3:1.

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04. November 2012, 19:47 Uhr

Dass die Rosenstädter die „Blomkamp-Festung“ erobern würden, war in der Anfangsphase nicht absehbar: Die Osdorfer waren zunächst tonangebend und immer wieder flogen hohe Bälle (zumeist nach Einwürfen und Freistößen) in den Gäste-Strafraum, wo TSV-Torwart Christoph Richter aber die absolute Lufthoheit hatte. Nach einer Viertelstunde fanden die Uetersener dann besser ins Spiel und kamen selbst zu gelungenen Offensivaktionenn.

Der erste Gäste-Torschuss von Martin Bushaj wurde noch abgeblockt (20.), doch als ein TuS-Verteidiger kurz darauf im Luftkampf mit TSV-Stürmer Yannick Kouassi den Ball im eigenen Strafraum mit seiner Hand klärte, gab es einen Handelfmeter für die Gäste, den Florian Blaedtke sicher flach halblinks zum 0:1 verwandelte (22.). Als Schiedsrichter Jan-Erik Sternke (SC Eilbek) kurz darauf den Hausherren einen Freistoß zusprach, schimpfte Peter Ehlers: „Das war niemals ein Foul!“ Aber aus dem Osdorfer Freistoß entstand dann das zweite TSV-Tor, denn Philipp Ehlers fing den Ball ab und spielte ihn über rechts nach vorne zu Mikail Pekdemir. Obwohl ein Osdorfer eigentlich den besseren Laufweg hatte, behauptete sich Pekdemir, spielte seinen Gegenspieler noch aus und vollstreckte von halbrechts aus trocken ins lange Eck zum 0:2 (25.).

In der 29. Minute haderten die Uetersener erneut mit Referee Sternke, der auf Weiterspielen entschied, als Kouassi im TuS-Strafraum klar gefoult worden war. Doppelt bitter für die Gäste, dass der Unparteiische kurz darauf einen Elfmeter für Osdorf gab, als sich Ziyed Hassani nach einem von Sascha Blume per Kopf verlängerten Einwurf geschickt in Christian Förster herein gedreht hatte. „Ich habe ihn definitiv nicht gefoult“, beteuerte der TSV-Linksverteidiger – doch Rohollah Rohpawar verwandelte flach halbrechts zum 1:2 (32.). Dabei blieb es bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hausherren zwar, zum Ausgleich zu kommen, doch die TSV-Innenverteidiger Dennis Weber und Oliver Engl hatten den baumlangen Sascha Blume gut im Griff. Und dann war da ja noch Keeper Richter, der mehrmals stark das 2:2 verhinderte.

In der Schlussphase des Topspiels gab es vermehrt Konterchancen für die Gäste: Zunächst zielte Philipp Ehlers von rechts aus eigensinnig am langen Pfosten vorbei, anstatt den in der Mitte freistehenden Pekdemir zu bedienen (88.). Doch in der Nachspielzeit verlängerte der kurz zuvor eingewechselte Helge Kahnert per Kopf einen hohen Ball zu Pekdemir, der der TuS-Abwehr davonlief und per Flachschuss den 1:3-Endstand herstellte.

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