Basketball : Fehlstart ins Viertelfinale

Einen glatten Fehlstart legten die 1. Männer des SC Rist Wedel ins Play-Off-Viertelfinale um den Aufstieg in die 2. Bundesliga hin: Im ersten Spiel der Serie, die im Modus „Best-of-three“ ausgetragen wird, unterlagen die Rister am Ostersonntag den Weißenhorn Youngstars mit 66:75. Vor mehr als 600 Zuschauern in der Steinberg-Halle gerieten die Hausherren schnell mit 0:6 in Rückstand. Nach zahlreichen Fehlversuchen der Hausherren, bei denen der Ball von der Korbumrandung ins Feld zurücksprang, gelangen Harold August Johnston nach knapp drei Minuten endlich die ersten Rist-Punkte zum 2:6, ehe der Rückstand auf 2:10 anwuchs (4.).

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01. April 2013, 21:26 Uhr

„Das Spiel lief für uns von Anfang an schlecht, weil wir im Angriff nicht genug Entschlossenheit gezeigt haben“, ärgerte sich Sebastian Gleim. Der Rist-Headcoach reagierte beim Stand von 10:16 und wechselte in der achten Minute Paul Owusu ein. Und Owusu, der nach seinem eine Woche zuvor in Frankfurt erlittenen doppelten Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske auflief, verkürzte sogleich per Korbleger auf 12:16. In der neunten Minute war es Ismet Akpinar, der erstmals ausglich (16:16), doch nach dem Ablauf des ersten Viertels stand es 16:18, weil die Gäste noch zwei Freiwürfe verwandelt hatten.

Auch im zweiten Viertel leisteten sich die Wedeler, allen voran Davey Hopkins, weiterhin zahlreiche Fehlwürfe. „Wenn man die Spielstatistik betrachtet, hätten wir gewinnen müssen, aber wir waren zu schlecht im Abschluss“, sagte Fabian Böke, der zusammen mit Owusu noch der effektivste Rister war. Kurios: Obwohl die Weißenhorner körperlich und von ihrer Athletik her eigentlich deutliche Vorteile hatten, gewannen die Wedeler das Rebound-Duell klar mit 45:32-Abprallern und trafen auch besser aus der Nahdistanz – aber bei den „Dreier-Würfen“ hatten die Gäste die bessere Quote.

Nachdem es zur Halbzeitpause aus Rist-Sicht 32:39 stand, verwandelte in der 23. Minute auch der Ex-Wedeler Kay Gausa, der im Sommer 2012 zum Deutschen Meister ratiopharm Ulm, dessen Pharmteam die Weißenhorner sind, gewechselt war, einen Dreier-Wurf zum 36:45. Nach dem dritten Viertel lag das Gleim-Team mit 46:57 zurück. Trotz aller Unzulänglichkeiten hätten die Hausherren die Partie fünf Minuten vor dem Ende sogar noch drehen können: Nachdem Hopkins auf 55:60 verkürzt hatte, scheiterte kurz darauf Böke mit einem Ferndistanzwurf – im Gegenzug baute der erfahrene Maksym Shtein die Gäste-Führung per „Dreier“ auf 55:63 aus und am Ende setzte es für Rist eine 66:74-Pleite. Nun müssen die Wedeler in Weißenhorn gewinnen, um ein drittes Entscheidungsspiel, das in der Steinberg-Halle stattfinden würde, zu erzwingen. „Wir waren in dieser Saison in Auswärtsspielen fast immer Außenseiter, und diese Rolle hat uns gut gestanden“, ist Gleim hoffnungsvoll.

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