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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 06:53 Uhr

Fussball : FCU-Frauen fühlen sich verpfiffen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weiter kein gutes Pflaster für die 1. Frauen des FC Union Tornesch ist die Gemeinde Wentorf bei Hamburg: Hatten die Tornescherinnen in der vergangenen Saison am 8. März im Oddset-Pokal-Viertelfinale beim damals noch klassentieferen SC Wentorf mit 1:4 verloren, kassierten sie nun am Sonntag bei den inzwischen in die Verbandsliga aufgestiegenen SCW-Frauen mit einem 3:4 ihre erste Punktspiel-Niederlage dieser Serie.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2015 | 18:43 Uhr

Wie konnte es sein, dass die Tornescherinnen, die in ihren ersten acht Saisonspielen insgesamt nur drei Gegentore kassiert hatten, nun gleich vier Treffer innerhalb von 90 Minuten hinnehmen mussten? „Das müsste man den Schiedsrichter fragen“, schimpfte FCU-Coach Mahdi Habibpur auf Referee Jan Könsen: „Nachdem wir schon mit 3:1 geführt hatten, hat er es noch geschafft, dass wir mit 3:4 verloren haben!“ Auch, dass die SCV-Verantwortlichen kein Schiedsrichter-Gespann bestellten, verärgerte Habibpur: „In Hamburgs höchster Spiel- klasse ist ein Gespann üblich ‒ auch, wenn der Wentorfer Trainer mir gegenüber so tat, als wisse er das nicht ...“

In einer sehr umkämpften Partie agierte die Heim-Elf vornehmlich mit langen Bällen, während die Gäste sich immer wieder mit schönen Pässen nach vorne kombinierten. In der 18. Minute gingen sie in Führung: Josefin Lutz nahm einen langen Pass gut an und schoss flach links zum 0:1 ein. Nur vier Minuten später jagte Benita Thiel, die nach zuletzt zwei Spielen als Torfrau nun wieder als Rechtsverteidigerin agierte (Saskia Schippmann kehrte nach ihrem Urlaub zwischen die Pfosten zurück), einen Fernschuss zum 0:2 oben links in den Winkel.

Nach 25 Minuten ließen die Tornescherinnen die Zügel jedoch schleifen. Kurz vor der Pause verwandelte Lysianne Poleska einen Freistoß zum 1:2 (45.). In der zweiten Halbzeit wurde die Partie noch körperbetonter und aggressiver. Zwar gelang Lutz das 1:3 (67.), doch nur zwei Minuten später verkürzte die Wentorferin Janne Gruel zum 2:3. „Sie stand mindestens zwei Meter im Abseits, was der Referee aber übersah“, schimpfte Habibpur.

Dieses Gegentor brachte die Tornescherinnen aus dem Konzept. „Ja, wir hätten in der Schlussphase besser spielen können“, fand Habibpur auch selbstkritische Töne. Nachdem Jenna Marie Rienitz nach einem Wentorfer Eckstoß zum 3:3 egalisiert hatte (77.), wurde ein reguläres Thiel-Tor aberkannt (80.), weil die Wentorferinnen lautstark „Abseits“ reklamierten und Könsen ihnen folgte. „Der Gegner war leider wiederholt sehr unsportlich“, schimpfte Habibpur. In der Schlussminute wurde Hania Wulff im Mittelfeld gefoult, doch Könsen entschied auf Freistoß für Wentorf. Im Anschluss an diesen gelang Bianca Mahncke das 4:3 (90.), auf das sogleich der Abpfiff folgte.

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