Fussball : FCU-Befreiungsschlag

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Obwohl die 1. Herren des FC Union Tornesch zuvor sechsmal in Folge verloren hatten, reisten sie am Sonnabend als klarer Favorit zum noch punktlosen Bezirksliga-Schlusslicht TuS Holstein Quickborn.

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18. September 2011, 20:05 Uhr

In der fünften Minute zielte Jannik Siems aus 17 Metern klar rechts vorbei. Auch Dennis Sannemann (12., nach einem langen Einwurf) und Mario Engel (15., nach Siems-Eckstoß) verfehlten das Ziel jeweils, ehe TuS-Verteidiger Thomas Hohn im eigenen Strafraum Sebastian Rose klar foulte. Rose trat selbst zum Elfmeter an und hatte Glück, denn Quickborns Keeper Dan Alexandru Arsinel Stahnke berührte den flach rechts geschossenen Ball noch – doch der Ball ging ins Netz (17.).

Nur vier Minuten später fiel vor 40 Zuschauern bereits das 0:2, als Rose die Kugel von halblinks aus flach am TuS-Torwart vorbei ins lange Eck schob. Im Gegenzug musste Union-Keeper Olaf Schramm (der Routinier stand erstmals nach mehrjähriger Pause wieder zwischen den Pfosten) zum ersten Mal eingreifen und eine Quickborner Rechtsflanke abfangen. Danach spielten aber wieder nur die Tornescher: Einen Rose-Lupfer wehrte der TuS-Torwart ab (25.), dann war Dennis Sannemanns Pass für Rose zu steil (29.), ehe Rose per 15-Meter-Schuss im Keeper seinen Meister fand (31.). Die Gäste schlugen mehrmals harmlose Flanken aus dem Halbfeld, ehe Rose mit schönem Heber über den Holstein-Torwart seinen Hattrick perfekt machte (40.).

Den Schlusspunkt unter die erste Hälfte setzte Fabian Behrens, der sich gegen den heraus geeilten Keeper durchsetzte und aus 20 Metern zum 4:0 ins verwaiste Gehäuse traf (44.). Nach der Pause verpassten die Gäste zweimal das 5:0, als ein Rose-Schuss noch abgeblockt wurde und Siems knapp links vorbei zielte (49.). Dann verkürzten die Hausherren plötzlich auf 1:4 – als sie einen Freistoß über rechts schnell ausgeführt hatten, traf Ismail Bingöl (59.). „Schade, es hat nicht ganz geklappt mit dem zu Null“, ärgerte sich Olaf Schramm nach dem Abpfiff.

Die Tornescher gingen es nun etwas zu lasch an, was FCU-Coach Andreas Popko zu deutlichen Worten veranlasste. Kapitän Sannemann hatte gut zugehört – und jagte den Ball nach einer Linksflanke volley zum 1:5 ins lange Eck (68.). Das 1:6, das Siems noch verpasste, nachdem er mit dem Ball am Fuß schön nach innen gezogen war (70.), erzielte Rose, als er nach langem Pass von rechts ins lange Eck einschob (81.). Es blieb beim 1:6, weil Siems nach einer langen Flanke nur den Außenpfosten traf (89.). „Es war ein Pflichtsieg, aber in unserer Situation auch ein Befreiungsschlag“, so Popko, der befand: „Zur Pause hätten wir schon höher führen können – dass wir im zweiten Durchgang dann phasenweise so passiv agiert haben, war nicht gut!“

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