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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 18:30 Uhr

Zeremonie : Fast 600 Einbürgerungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Während der letzten Einbürgerungszeremonie des Kreises Pinneberg in diesem Jahr wurde noch einmal 62 Menschen aus 18 verschiedenen Herkunftsländern die Staatsbürgerschaftsurkunde überreicht. Es war die 55. ihrer Art seit Einführung der Feierstunde im Jahr 2005. Die Aufzeichnungen über Einbürgerungen reichen im Kreis Pinneberg zurück bis in das Jahr 1899. Seitdem sind nach Angaben von Kreissprecher Oliver Carstens 14698 neue deutsche Staatsbürger hinzugekommen. Damit wird 2016 die Marke von 15000 Einbürgerungen übersprungen.

Vor führenden Vertretern vieler Städte und Gemeinden eröffnete Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Zeremonie mit einer Begrüßungsrede, in der er die neuen deutschen Staatsbürger zu ihrer Entscheidung beglückwünschte, sie aber gleichzeitig aufforderte, weiterhin Vielfalt zu leben. „Vergessen Sie nicht Ihre eigene Kultur. Pflegen Sie sie so gut Sie können und lassen Sie uns daran teilhaben“, sagte er.

Landespastor Heiko Naß, der die Festrede hielt, stellte das Flüchtlingsthema in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, bezeichnete Fremdenfeindlichkeit und Terror als Angriffe auf die Menschenwürde und forderte seine Zuhörer auf, ihre Verantwortung für den Aufbau einer Gesellschaft des friedlichen Miteinanders wahrzunehmen.

Gleichzeitig rief er zu Geduld im Umgang mit den Flüchtlingen auf. „Die Seele reist nicht so schnell wie wir heute Datenpakete über die Ozeane schicken. Die Seele reist immer noch zu Fuß“, sagte er. Jeder Mensch brauche Zeit, um in der neuen Heimat wirklich anzukommen. „Dabei helfen eine intakte Gemeinschaft, ein zugewandtes Wohnumfeld und familiärer Zusammenhalt“, sagte Heiko Naß. Der Landespastor bekannte sich ebenso wie sein Vorredner Tiemann zu einer vielfältigen Gesellschaft.

Jeder neue deutsche Bürger bringe seine eigene Geschichte mit, „und die wird nun auch Teil der deutschen Geschichte“, sagte er. Bevor der Nachmittag im Anschluss an die Reden und nach der gemeinsam gesungenen Nationalhymne bei Kaffee und Kuchen ausklang, wurde jedem neuen deutschen Staatsbürger die Urkunde überreicht.

Die Einbürgerungszeremonie findet in der Regel sechs Mal im Jahr statt. In diesem Jahr wurden dazu 580 Menschen gebeten, die neu im Besitz eines deutschen Passes sind.

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erstellt am 15.Dez.2015 | 20:08 Uhr

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