Farbenspiel beim Filmfestival

Die Preisträger zeigen ihren Sunny nach der Vorstellung. Ingo Frenzel (unten links) zeigte sich überaus zufrieden mit den vorgestellten Filmen.
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Die Preisträger zeigen ihren Sunny nach der Vorstellung. Ingo Frenzel (unten links) zeigte sich überaus zufrieden mit den vorgestellten Filmen.

kinoerlebnisAcht Filme verschiedener Genres begeistern Publikum / Erste Plätze prämiert / Nächstes Event im Oktober 2018

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01. November 2017, 16:05 Uhr

Filmbegeisterte sind im Burgkino Uetersen voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Beim dritten Festival unter dem Namen „Unschärfe“ konnten Amateur- und semiprofessionelle Filmer ihre Streifen einreichen und sich der Publikums-Jury stellen. Organisiert wurde das Event von Ingo Frenzel. Der Uetersener hatte bereits das „AAFF“ (Absolutes Amateur Film Fest) initiiert. Als Partner für den Abend im Kino stand Frenzel Theaterleiter Steffen Keichel (Foto) zur Seite.

Die Tür des Saals stand offen und die ersten Gäste betraten mit Popkorn und Getränk gewappnet einen der neuen Säle des Kinos. Die Vorfreude auf die acht Kurzfilme lag förmlich in der Luft, denn viele der Besucher waren selbst in die Produktion der Beiträge involviert und hatten viel Herzblut in die Arbeit gesteckt. Von der Maskenbildnerin bis zum Schauspieler und Regisseur oder Tontechniker waren alle vertreten, die zur erfolgreichen Umsetzung eines Projekts unerlässlich sind.

Acht Filme wurden bei der Veranstaltung vorgeführt - weit mehr waren bei Frenzel eingereicht worden. Die gezeigten Streifen hatten insgesamt eine Laufzeit von einer Stunde. Dabei durften sich die Kinobesucher auf unterschiedliche Genres freuen − bei einigen Szenen konnte herzhaft gelacht werden, und in der nächsten Sekunde flimmerte eine nahezu oscarreife Action-Szene über die Bildwand. Auch experimentelle Elemente kamen nicht zu kurz. So spielte ein Film mit dem Wechsel zwischen Schwarz-Weiß zu intensiven Farben.

Das Publikum konnte drei Favoriten auswählen. Nach der Vorführung wurden die Stimmen ausgezählt − gekürt wurden drei erste Plätze. Alle anderen Filme belegten einen zweiten Platz. Was in Hollywood der Oscar ist, ist bei der „Unschärfe“ der sogenannte Sunny. Die Auszeichnung wurde in liebevoller Handarbeit selbst hergestellt. Jeder Sunny ist ein Unikat. Mit einem solchen Preis wurde unter anderem „The Last Report“ (Hauptdarstellerin: Molly Malone, Regie: Stefan Pickhardt) ausgezeichnet. Einen weiteren ersten Preis belegten Dean Martin Richards und Dino Stahl mit „Der Tankwart“. Der dritte erste Platz ging an „Die Videobewerbung“, der von Nina Ramershaven und Michael Detroits realisiert wurde. Für besondere Leistungen wurden darüber hinaus Extra-Sunnys verliehen. Bedacht wurde hier Bernd Brehm, der seine Fähigkeiten in Sachen Ton gleich bei mehreren Projekten eingebracht hat. Des Weiteren wurde Kai Svaenson-Göhring mit einem Extra-Sunny für seine Verdienste für das Filmfestival „Unschärfe“ ausgezeichnet. Den dritten Extra-Sunny teilten sich Molly Malone und Jessica Galinger für ihre Arbeit als Maskenbildnerinnen. „Die beiden sind einfach die Seele des Teams, und bitte versteht die Auszeichnung als Ansporn für euer aktuelles Projekt Trakt X,“ so Frenzel.


Zwei Festivals im kommenden Jahr


Das nächste Event ist am 28. Juli 2018. Dabei wird zur Horror-Nacht nach Sorge im Oberharz geladen, bei der sich bis in die frühen Morgenstunden unter freiem Himmel gegruselt werden kann. Alle weiteren Informationen zur Horror-Nacht und zur kommenden „Unschärfe“, die im Oktober nächsten Jahres im Burgkino stattfinden wird, gibt es schon jetzt auf der Facebook-Seite des Filmfestivals.

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