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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 00:36 Uhr

Austausch : Fahrräder bedeuten mehr Freiheit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Fahrräder bedeuten mehr Freiheit“, weiß Catherine Besendahl. Die Holmerin engagiert sich in der Flüchtlingsbetreuung in der Gemeinde. „Busfahrkarten sind teuer und müssen selbst gezahlt werden“, sagte sie. Deshalb wünschen Besendahl und ihre Mitstreiter sich Fahrradspenden, die sie dann an Interessierte vergeben möchten.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 21:22 Uhr

Außer der fehlenden Mobilität standen die Themen Spracherwerb und Beschäftigungsmöglichkeiten im Mittelpunkt des jüngsten Treffens im Holmer Begegnungscafé. Weil das Wetter schön war, fand das gesellige Beisammensein von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Helfern im Garten des Gemeindezentrums Steinberge statt. Jeder Gast hatte etwas zu essen und zu trinken mitgebracht.

Auch Wolfgang Aschert, Koordinator der Flüchtlingshilfe im Bereich des Amtes Moorrege, schaute vorbei. Er freute sich, dass einige Firmen seinem Aufruf nachgekommen sind und Praktika für Flüchtlinge anbieten. „Sogar ein Ausbildungsplatz könnte vergeben werden“, sagte er. Sein Hauptaugenmerk gilt zurzeit unbegleitet reisenden Minderjährigen.

Die Treffen im Holmer Begegnungscafé finden an jedem zweiten und letzten Donnerstag im Monat in oder an den Räumen der Kirche an der Straße Steinberge 18 statt. Rund 20 Asylbewerber und Flüchtlinge nutzen das Angebot. Wer ein Fahrrad spenden möchte, kann sich unter der Telefonnummer 04103/129480 mit den Organisatoren in Verbindung setzen. Auch in Moorrege kamen die Menschen zusammen. Hier koordinieren Vertreter der Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Moorrege-Heist die Treffen. AWO-Vorsitzende Ursula Glage lud die Gäste ein, sich aus den Kleider-, Geschirr- und Spielzeugspenden Moorreger Bürger das herauszusuchen, was sie brauchten. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist wirklich enorm“, sagte die Organisatorin erfreut. Das Treffen in der Begegnungsstätte „An’n Himmelsbarg“ nutzten die Kinder, um beim Spielen und Toben Freundschaften zu schließen. Auch die Eltern kamen sich näher, tauschten Erfahrungen aus und gaben sich gegenseitig Tipps – beispielsweise für Sprachunterricht.

Bei Kaffee, Tee, Kuchen und Knabberkram – ein Angebot für das diesmal die AWO-Helferinnen gesorgt hatten – fiel es leicht, Kontakte zu knüpfen und ins Gespräch zu kommen. Auch Pastorin Maria von Bar nahm an dem Beisammensein teil. Das nächste Flüchtlingshilfe-Treffen in Moorrege wird von einem Team der Kirchengemeinde organisiert.

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