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Hilfe für Flüchtlinge : Fahrradwerkstatt braucht Futter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die ehrenamtlich betreute Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge sucht dringend neues Material: Fahrräder aber auch Fahrradteile. Helmut Schulze, der die Werkstatt leitet, weiß, wie wichtig die Mobilität für Flüchtlinge ist und möchte weiterhelfen können. Doch das Fahrradlager ist leer.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 22:10 Uhr

Immer dienstags treffen sich vorwiegend junge Männer mit dem Uetersener und mit Fahrradmonteur Andreas Sturm in der Rosenstadtschule, um dort in einem Werkraum die bereits ausgegebenen Fahrräder zu reparieren, wenn das notwendig ist. Und eigentlich gibt es immer etwas zu tun.

Aber überarbeitete Fahrräder aus privaten und öffentlichen Spenden können derzeit, in Ermangelung dieser, nicht ausgegeben werden. Alleine in Uetersen reisen wöchentlich etwa sechs neue Flüchtlinge an. Nicht jeder sucht Hilfe bei der Fahrradwerkstatt. Doch die Anzahl derer, die dem Kreis eines Fahrradbesitzers gerne angehören möchten, steigt dennoch stetig. Nicht nur Uetersen zugewiesene Flüchtlinge schauen vorbei. Auch aus, zum Beispiel, Tornesch und Moorrege, Heidgraben und Neuendeich kommen Menschen zur Fahrradwerkstatt, um dort nachzufragen. Unterstützt wird die Fahrradwerkstatt bislang vom Uetersener Baubetriebshof und auch von Moorrege.

Von Tornesch wünscht man sich Ähnliches. Abgewiesen werde niemand. Es werde, sagt Schulz, lediglich kontrolliert, ob es sich bei denen, die nachfragen würden, um Flüchtlinge handelt. Um die Fahrradwerkstatt weiterhin in Schwung zu halten, bedarf es also eines nachhaltigen Gemeinsinns. Wer also beabsichtigt, sein Rad zu entsorgen, sollte sich vorher bei Helmut Schulze melden. Manch’ scheinbar hoffnungsloser Fall kann letztendlich immer noch das Ersatzteillager bereichern.

Helmut Schulze freut sich auf Unterstützung und ist dafür unter der Rufnummer 04122/7704 erreichbar.

Auch Fahrradfachgeschäfte sind eingeladen, sich unterstützend einzubringen. Dort abgegebene Räder sollten in Zukunft nicht mehr Schrottplätze füllen, sondern der Werkstatt in Uetersen zugeführt werden.

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