Industriemuseum : Facelift zum 25. Geburtstag

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Knapp zwei Jahre vor dem 25-jährigen Jubiläum arbeiten Leitung und Förderverein weiter an der Besucherfreundlichkeit des Industriemuseums. Gestern wurden die modernisierten Räumlichkeiten im 2. Obergeschoss vorgestellt, in dem die Fläche für Sonderausstellungen und die Bereiche der Dauerausstellung klar voneinander getrennt wurden.

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01. Dezember 2014, 21:33 Uhr

20000 Euro investieren die Stadt, der Förderverein des Museums und Sponsoren wie die Sparkasse Elmshorn in diesem Jahr, damit das Informationssystem überarbeitet und den heutigen Mäßstäben angepasst werden kann. „Wir haben Anregungen unserer Besucher aufgegriffen und in das Konzept eingearbeitet“, sagte Museumsleiterin Bärbel Böhnke. Dazu gehören unter anderem die Hinweise auf die Stationen, an denen das Berühren und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht ist.

„Viele Kinder und Erwachsene waren unsicher, wo das Anfassen erlaubt ist“, sagte Böhnke. Nun gibt es neue, klarere Schilder, die „gut zum Charakter des Industriemuseums passen“ (Böhnke). Zu sehen ist darauf nach wie vor Museumsmaus Bertha, für große und kleine Besucher der Hinweis, dass an dieser Station ihre Tatkraft erforderlich ist. Zu dem modernen Informationssystem gehören außerdem Großbücher und die überarbeiteten Lesetafeln, die an vielen Stationen in einem Schuber an der Wand stecken und einzeln herausgenommen werden können. Ein Bild, dazu interessante Fakten in wenigen Sätzen zusammengefasst – so geht Museum heute. Auch die ersten drei neuen Chroniken sind da, achtseitige Hefte, in denen immer ein alter Elmshorner Betrieb vorgestellt wird.

Besonders glücklich ist Museumsleiterin Bärbel Böhnke über die Umgestaltung des 2. Obergeschosses, in der neben einer Dauerausstellung mit Exponaten etwa aus dem Leben einer Arbeiterfamilie, der Lebensmittelherstellung oder des Großbürgertums auch eine Freifläche für Sonderausstellungen zur Verfügung steht. „Wir haben beide Bereiche mit kleinen baulichen Veränderungen klar voneinander getrennt“, sagte Bärbel Böhnke. Wie das neue Konzept ankommt, wird sich erstmals im Januar zeigen, wenn eine Sonderausstellung über die einst bei Firmen so beliebten Sammelalben eröffnet wird. Bis September können Besucher sehen, wie große Unternehmen schon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts die Kunden mit Beigaben zu ihren Produkten an sich banden.

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