Workshop : Experimente mit Tanz und Trommeln in der Rosenstadtschule

Trommellehrer Izo brachte mit seiner Gruppe Schwung und mitreißende Rhythmen.
Trommellehrer Izo brachte mit seiner Gruppe Schwung und mitreißende Rhythmen.

Afrikanische Rhythmen und beeindruckende Bilder an der Rosenstadtschule in Uetersen.

shz.de von
21. August 2018, 13:00 Uhr

Uetersen | Einen ganz besonderen Abend erlebten Besucher in der Aula der früheren Grund- und Hauptschule Am Roggenfeld, die heute zu Uetersens Gemeinschaftsschule, der Rosenstadtschule, gehört. Zwei Künstler mit afrikanischen Wurzeln gestalteten dort das Programm.

Bilder und Videos an ganz stillen, verwunschenen Orten in der Natur, über den Dächern einer Stadt, mitten auf der Straße im fließenden Verkehr, in engen, öden Gassen, kleinen Parks auf einer Leinwand in der Aula an der Seminarstraße. Davor tanzt ein Mensch, eine ungeheuer bewegliche und harmonische Gestalt ohne Gesicht – mit einer Strumpfmaske über dem Kopf, nur auf den Körper reduziert, braune Füße, die sicher über den Boden schwingen, schöne Hände, die Richtungen anzeigen, mit dem Körper Linien bilden. Choreograph und Tanzkünstler ist der Kenianer Adam Chienje, der zeigt, wie sich die Tänze auch in Afrika entwickelt haben, weg vom Rhythmus der Trommeln, die den Zuschauer unmittelbar berühren und mit einer Sogwirkung mitreißen.

Choreograph und Tanzkünstler ist der Kenianer Adam Chienje.
Heinke Ballin

Choreograph und Tanzkünstler ist der Kenianer Adam Chienje.

 

Tanzkunst ist bei ihm immer noch Bewegung, aber dieses Mal fließend wie der Lauf des Gepards hinter seiner Beute oder die schnelle Seitwärtsbewegung der Schlange. Hier steht der Zuschauer abseits und staunt, so viel Schönheit ist unantastbar überirdisch.

Alles selbst erarbeitet

Der kenianische Tänzer hat sich alles selbst erarbeitet, die Bilder und Videos dazu sind in Köln, Nairobi und man höre und staune nochmal, in der Liether Kalkgrube entstanden. Die Verbindung zu dem kenianischen Künstler schuf „Izo“, so sein Künstlername, der Trommellehrer Henry Anyanga, der mit seinen Anyanga-Studios schon Hunderten von Schulkindern im Kreis Pinneberg den Spaß am Gebrauch der afrikanischen Trommeln nahe brachte und mit Frau Jana − Lehrerin an der Rosenstadtschule − und zwei Kindern in Heidgraben wohnt.

„Djambo“ sagt und singt Izo, das ist Kisuaheli und heißt nichts anderes als „Hallo“, dazu sang er die melodischen Lieder seiner Heimat und begleitete sich auf der Karimba und der Litumbu, einem achtsaitigen Instrument, das er vor sich auf den Hüften trägt. Trommelkurse gibt Izo nicht nur für Kinder. Sondern auch für Erwachsene an der Volkshochschule Tornesch-Uetersen und an der Uetersener Gemeinschaftsschule. Sehr weit fortgeschrittene Erwachsene zeigten auch an dem Abend in Uetersen ihr Können und erfüllten die warme Abendluft mit ihren rhythmischen Klängen der unterschiedlichen Trommeln und verbreiteten unwiderstehlich gute Laune.

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