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Weltbürger mit Uetersener Wurzeln : Ex-Uetersener Andy Holm tritt im „Taps“ auf

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Musiker lebte viele Jahre in Indien und Australien und jetzt in Thailand.

Uetersen | Die Temperaturen an Australiens Nordküste sind angenehm. Die 30-Grad-Marke erreicht das Quecksilberthermometer dort kaum. Und mit der frischen Briese, die vom Meer aufs Festland weht, lässt es sich in Byron Bay, einem kleinen Örtchen mit nicht ganz 5000 Einwohnern, gut leben. Dort ist Andy Holm zu Hause, ein Ex-Uetersener, der die Rosenstadt vor nunmehr 35 Jahren verlassen hat. Zunächst in Richtung Indien, wo er unter anderem in einer Musikschule arbeitete. Bereits als Uetersener Gymnasiast war Holm musikalisch erfolgreich. Damals mit Karl-Heinz Boyke am Schlagzeug und als Solokünstler mit Keyboard und Synthesizer.

Holm ist derzeit in seiner Geburtsstadt zu Gast und freut sich auf zwei Konzerte, die er am Pfingstsonnabend, 3. Juni, und am Sonnabend, 17. Juni, jeweils mit Beginn um 20 Uhr im „Taps“ geben möchte. Die Eintrittskarten für die Konzerte in der kleinen Musikkneipe an der Pinnauallee kosten zehn Euro. In Indien hielt es Holm zwei Jahre aus. Der Liebe wegen zog es ihn in den 1980er Jahren nach Australien. Dort heiratete er auch. Mit seiner Frau Keinlynn hat er eine inzwischen fünfjährige Tochter.

Byron Bay, der kleine Ort mit der frischen Briese, ist nicht ohne Grund Holms neues Nest geworden. Für den Musiker, der das Didgeridoospiel erlernte und auch mehrere australische Flöten sowie die traditionellen Instrumente Berimbau und Kalimba beherrscht, übte Byron Bay eine gewissen Faszination aus, weil dort jedes Jahr um Ostern ein bedeutendes Open-Air-Musikfest stattfindet. Für Holm, der auch komponiert, wurde es schnell ein ideales Pflaster, um seine Talente auszuleben. Die dortige Atmosphäre ließ auch seine „Weltmusik“ entstehen. Holms Musik genießt Einflüsse vieler arabischer und asiatischer Länder. Er singt in mehreren Sprachen und beherrscht auch Stammesdialekte.

Er arbeitete auch als Filmmusiker

Mit seiner Weltmusik feierte Holm seine ersten großen Erfolge. Sein Song „Deva Deva“ auf der CD „The Byron Re-Mix Album“ wurde 2009 als bestes „Weltmusik-Stück“ in Australien ausgezeichnet. In Singapur startete er ein Projekt mit dem National Geographic. Außerdem arbeitet Holm als Filmemacher und komponiert für Filmproduktionen. Er gab mehr als 600 Live-Konzerte in ganz Australien, Singapur und auch Deutschland. Aufgrund seiner Verbindungen zum National Geographic und der Singapore Film Society hat Holm Musik für mehrere Filme und Dokumentationen über Australien komponiert. Der 57-Jährige komponierte Musik für die Bühne und wurde für die Auszeichnungen „Best Film Music 2004“ und „Best World Music Song 2005“ nominiert. 2012 trat er in der sechsten Staffel von „Australia’s Got Talent“ auf und erreichte dort im achten Semifinale den vierten Platz.

Inzwischen hat Holm seine Zelte in Australien abgebrochen und ist nach Thailand gezogen. Mit seiner Familie lebt er auf Ko Phangan, einer Insel, 60 Kilometer nordöstlich des thailändischen Festlandes. Der Erfolg stellte sich für Holm auch dort schnell ein.

Nach Uetersen kehrt Holm jedoch immer wieder gerne zurück. Während der beiden Konzerte im „Taps“ kann er nicht nur als Musiker, sondern auch als Weltbürger erlebt werden. Nach wie vor ist er in der Rosenstadt kein Unbekannter. Es ist also ratsam, die Kneipe rechtzeitig vor Konzertbeginn aufzusuchen, um sich einen der sicherlich begehrten Stehplätze zu sichern.

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erstellt am 31.Mai.2017 | 12:00 Uhr

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