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Neujahrsempfang der FDP : Europa ist nicht weg, sondern vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Tischschmuck und die Referentin machten den Gästen deutlich, dass die Liberalen diesmal das Thema Europa in den Mittelpunkt ihres traditionellen Neujahrsempfangs im Heimathaus gestellt hatten.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 21:31 Uhr

Sabine Werner, Vorsitzende der FDP Tornesch-Uetersen, hieß die zahlreichen Gäste willkommen. „Ich freue mich, dass wir wieder eine gute Mischung darstellen. Liberale, Mitglieder von Vereinen und Verbänden, Vertreter der Wirtschaft und interessierte Bürger. Sie sind uns alle wichtig und wir freuen uns, dass Sie hier sind.“ Die Rückschau auf 2013 hielt Sabine Werner kurz: Es sei kein Spaß für die FDP, sich im Kreis und in Tornesch politisch „halbiert“ zu haben und im Bundestag gar nicht mehr vertreten zu sein. „Aber ich sage Ihnen, wir sind noch da! Der liberale Gedanke bleibt erhalten. Der Bürger hat entschieden und wir verstehen das als Aufforderung nachzudenken, um es besser zu machen. Und wir werden es besser machen“, gab sich die Vorsitzende der seit 2012 fusionierten FDP-Ortsverbände Tornesch-Uetersen kämpferisch. Die gescheiterte Fusion der Kommumen Tornesch und Uetersen erwähnte sie mit dem Satz. „2013 wurde die Fusion abgelehnt.“ Für 2014 wünschte Sabine Werner den Anwesenden alles Gute und erinnerte sie daran, dass „Europa nicht weit weg ist“, sondern alle betreffe. Sie begrüßte Kirstin Tappenbeck, Europabeauftragte der FDP Schleswig-Holstein und Kandidatin für das Europaparlament, als Referentin und dankte für die kurzfristige Zusage. In ihrem kurzweiligen Vortrag räumte die Gastrednerin mit dem Vorurteil auf, dass die einstige „Gurkenverordnung“ eine „Erfindung“ aus Brüssel gewesen ist.

„Bereits seit 1900 gibt es in Dänemark eine Gurkenverordnung und in vielen EU-Mitgliedsländern gibt es sie noch heute, obwohl die EU-Verordnung nicht mehr besteht.“ Ihre Zitate aus einer EU-Verordnung für „Pizza Margherita“ sorgten für Schmunzeln sowie auch die Erinnerung an eine vom EU-Parlament abgelehnte Überlegung des EU-Rates, für Radfahrer Warnwesten einzuführen.

„Der EU-Rat bringt die Initiativen ein. Das EU-Parlament stimmt darüber ab. Es ist wichtig, dass die Rechte des Parlaments weiter gestärkt werden auch in Hinsicht auf Initiativ-Rechte“, so die Rednerin. Sie rief die Kommunalpolitiker auf, sich in Brüssel über den Ausschuss der Regionen und den Deutschen Städte- und Gemeindebund, der als kommunaler Spitzenverband in Deutschland und Europa die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung vertritt, Gehör zu verschaffen. Und sie rief alle Anwesenden dazu auf, am 25. Mai ihre Stimme bei der Europawahl abzugeben. „Die 3-Prozent-Hürde werden wir als FDP schaffen“, sagte sie.

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