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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 00:07 Uhr

Immissionen : Etzer Bürger kontra Politiker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Die meisten von Ihnen werden wohl wegen dem Baugebiet gekommen sein“, spekulierte Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU) mit Blick auf die knapp 30 Zuhörer. Ein Gruppe von Etzern machte während der jüngsten Gemeindevertretung denn auch ihren Ärger über die Planungen an der Appener Straße Luft. Auf den 1,4 Hektar in der Nähe der Kreuzung zur Wedeler Chaussee steht derzeit noch Mais und sollen demnächst Häuser gebaut werden.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 20:29 Uhr

Bereits mehrfach waren zuvor Bürger und Politiker aneinander geraten. Es gab ein Gespräch von Anwohnern mit dem Bürgermeister und einem Mitarbeiter des Amtes Moorrege. Einzelgespräche folgten und in der jüngsten Bauausschusssitzung prallten ebenfalls die Meinungen aufeinander.

Politiker monierten die rustikal vorgetragene Kritik der Bürger an ihnen. Die Etzer fühlten sich von den Gemeinderäten massiv unter Druck gesetzt. Zwei Stellungnahmen liegen dem Amt Moorrege bereits vor.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen sicherte zu, dass sie im Rahmen des demnächst beginnenden Beteilungsverfahrens Berücksichtigung finden. Die Papiere stammen von einem Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft sowie des Landesverbandes im Bund der Baumschuler im Namen eines BdB-Mitgliedes. Darin wird auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie Frostschutzberegnung und die Bewässerung in Trockenzeiten in unmittelbarer Nähe zu den neuen Häusern hingewiesen.

Ferner befindet sich ein großes Logistikzentrum auf der anderen Straßenseite vom Baugebiet. Schon heute kann das Unternehmen nur durch Umleitungen seinen Schwerlastverkehr abwickeln. Und ein Reiterhof neben dem Baugebiet verursacht Pferdegeruch, Lärm, Staub und Schmutz.

Zusammengefasst erwarten die Betriebe in der Umgebung also Ärger mit den neuen Häuslebauern wegen der von ihnen verursachten Immissionen. Gerichtliche Auseinandersetzungen sind für die Anwohner die unausweichliche Folge der Planungen. Urteile zu ihrem Nachteil werden befürchtet. Eine Planung auf Kosten der Unternehmen, die teilweise schon seit Jahrzehnten Gewerbesteuer zahlen, wirft die Etzer Gruppe den Dorfpolitikern vor.

Eine Diskussion in der Sache gab es unter den Appener Gemeindevertretern nicht. Einstimmig wurde beschlossen, das Bebauungsverfahren weiter voranzutreiben.

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