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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 04:00 Uhr

Handball : Esinger Frauen auf Kurs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war nicht schön mit anzuschauen, als am Sonnabendnachmittag Dominique Friedrichs, einer Spielerin der SG Wilhelmsburg, beim Einwerfen vor dem Hamburg-Liga-Spiel bei den 1. Frauen des TuS Esingen die Kniescheibe heraussprang.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 19:37 Uhr

Vom vorherigen B-Mädchen-Spiel weilte zufällig noch ein Arzt vom ATSV Stockelsdorf in der Neuen KGST-Halle, der sich um die Wilhelmsburgerin kümmerte, bis der herbeigerufene Notarztwagen eintraf und Friedrichs nach der Erstversorgung in der Halle ins Krankenhaus brachte. Mit 20-minütiger Verspätung erfolgte dann der Anwurf.

Den Gästen von der Elbinsel standen damit nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung. Angefeuert wurden sie von den Spielern des eigenen Herren-Teams (trafen danach auf die TuS-Männer) sowie einigen Spielerinnen des FC St. Pauli, einem Titel-Konkurrenten der Esingerinnen. Ob es am Schock nach der Verletzung lag, dass die SG-Frauen in der ersten Halbzeit völlig gehemmt agierten? Mit vielen technischen Fehlern luden sie die Esingerinnen wiederholt zu Gegenstößen ein. Zunächst blieb es dennoch eng: Anna-Cathleen Voigt verwarf beim Stand von 4:2 einen Siebenmeter (9.), nach einer Viertelstunde stand ein 7:7 auf der Anzeigetafel. Dann trafen Voigt, Sofia Schlage und Martina Bauer innerhalb von nur zwei Minuten zum 10:7, ehe SG-Coach Sven Petersen seine Auszeit nahm (17.).

Bis zum 9:11 waren die Gäste noch in Schlagdistanz, dann fuhren die Esingerinnen einige Gegenstöße (zweimal vollstreckte Meike Speckin sehenswert) zum 16:10-Pausenstand. Eine kuriose Szene gab es in der 36. Minute, als Voigt eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, obwohl sie vier Meter vom „Tatort“ entfernt war und Julia Berge sich für das von ihr begangene Foul bereits entschuldigt hatte. Die SG-Frauen agierten nun viel selbstbewusster und verkürzten bis zur 44. Minute auf 22:20. Danach verhinderten dreimal TuS-Torhüterin Ina Kaspatis und einmal der Pfosten den „drohenden“ Anschlusstreffer der SG. Da in dieser Phase auch die Gastgeberinnen nur Fehlwürfe und Fehlpässe produzierten, fiel nun sieben Minuten lang gar kein Treffer.

Dann gab es die Rote Karte für Voigt, da sie eine Gegenspielerin im Gesicht getroffen hatte und, so die Begründung der Schiedsrichter, zuvor schon „auffällig gewesen“ sei (Stichwort: 36. Minute). Der Tor-Bann war danach gebrochen: Bis zum 26:24 (57.) mussten die Esingerinnen zittern, dann trafen sie aber zweimal in Folge und gewannen mit 29:25. Kaspatis, die in Abwesenheit von Jessica Krass (Studienfahrt) die einzige TuS-Torhüterin im Kader war, glänzte mit insgesamt zwölf Paraden.

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