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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 14:24 Uhr

Handball : Esingen endgültig gerettet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Max, was hast du heute gefrühstückt?“, fragte Timo Kreckwitz seinen Mitspieler Max-Lennart Albrecht, als er erfuhr, dass dieser 16 (!) Tore zum 28:27-Sieg der 1. Männer des TuS Esingen bei der SG Hamburg-Nord beigesteuert hatte. „Ich bin am Freitagabend früh ins Bett gegangen“, lautete Albrechts Antwort, wobei er sich allerdings ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Dann, wieder ernst, gab Albrecht zu, dass er sich „nicht erinnern“ könne, in einem Spiel schon einmal 16 Treffer erzielt zu haben.

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erstellt am 24.Apr.2016 | 18:41 Uhr

Und so trug Albrecht maßgeblich dazu bei, dass am Sonnabend kein TuS-Spieler früh ins Bett gehen musste ‒ denn es galt, den nun endgültig sicheren Klassenerhalt zu feiern. Selbst, wenn die Tornescher in der Halle am Tegelsbarg verloren hätten, wäre in Bezug auf den Oberliga-Verbleib nichts mehr angebrannt, denn der TuS Lübeck 1893 verlor erwartungsgemäß beim HSV Hamburg II.

In Hamburg-Poppenbüttel benötigten beide Teams etwas Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten traf Daniel Günter dann in der fünften Minute gleich zweimal, nämlich von halblinks aus und nach einem Ballverlust der Heim-Sieben. Für TuS-Kreisläufer Daniel Abel war die Partie bereits nach sieben Minuten und 24 Sekunden beendet: Weil er einen Gegenstoß der Hamburger resolut unterband, bekam er die Rote Karte. In Überzahl egalisierte die SG zum 2:2 (8.), doch danach lagen die Gäste wieder durchgehend in Führung.

Weil Maximilian Rathke, der erstmals in diesem Jahr im TuS-Tor begann, zahlreiche gute Paraden zeigte, und die Esinger eine aufwendige Deckungsarbeit betrieben, konnten sie von 6:5 (14.) innerhalb von sieben Minuten auf 11:6 davonziehen. Als die Tornescher in der Folge mitunter zu ungeduldig und überhastet agierten, schmolz ihr Vorsprung auf 12:11 zusammen (28.), ehe Lennart Haas nach einer Auszeit der TuS-Trainer Till Krügel und Claas-Peter Schütt den 13:11-Pausenstand herstellte.

Im zweiten Durchgang lagen die Esinger fast durchgehend mit drei oder vier Toren in Front. Obwohl die SG-Abwehr, um die erfolgreichen Distanzwürfe von Albrecht zu bekämpfen, immer offensiver wurde, traf der beste TuS-Schütze quasi nach Belieben. Auch von der Siebenmeterlinie aus verwandelte Albrecht seine ersten fünf Versuche allesamt, ehe er in der 58. Minute mit einem Strafwurf an SG-Keeper Lukas Baatz scheiterte.

Nun waren noch anderthalb Minuten auf der Uhr und die SG verkürzte nach einer Auszeit auf 27:28. Als noch 40 Sekunden zu spielen waren, nahmen die Gäste ihre Auszeit, doch Kreckwitz scheiterte beim folgenden Torwurf. In der Schlusssekunde holte die Heim-Sieben noch einen Freiwurf heraus, den sie aber über das Tor jagte, so dass die TuS-Spieler ihren Siegerkreis bilden und laut jubeln konnten.

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