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Hafenbecken-Umbau : Es wird leider ein wenig teurer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zugegeben, eine Kostensteigerung wie die Hamburger Elbphilharmonie, die am Ende rund zehn mal so teuer werden wird wie geplant, wird beim Umbau des Wedeler Hafenbeckens nicht zu erwarten sein. Dennoch: Bei den ursprünglich geplanten 16 Millionen Euro wird es nicht einmal annähernd bleiben.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 19:23 Uhr

Bereits Mitte Juni wurde bekannt, dass aus diesen 16 Millionen Euro (die ihrerseits bereits eine Korrektur nach oben darstellten) 19 Millionen werden. Der Grund: Umfangreichere Aushub-Arbeiten. Schon damals brachte das die Oppositionsparteien auf die Palme, wenngleich dank der Zwei-Drittel-Förderung auf die Stadt Wedel auch immer nur ein Drittel der Kostensteigerung zukommt. Aber auch eine Million mehr ist schließlich kein Pappenstiel und so befand der Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke dass das „nicht unendlich so weitergehen“ könne. Die Forderung der Grünen damals: Es müsse ein Ausstiegs- oder wenigstens ein „Abspeck“-Plan erarbeitet werden. „Eine Deadline, bei der Schluss ist“.

Bürgermeister Niels Schmidt versicherte, dass sich die Stadt der Problematik bewusst sei und Einigkeit darüber herrsche, dass das keine Maßnahme sei, die „nach oben offen ist.“ Nun hat die Stadt auf Drängen der Grünen die Gesamtkalkulation für das Bauvorhaben offengelegt: Statt der noch im Sommer angepeilten rund 20 Millionen Euro wird die Hafensanierung nun noch ein klein wenig teuerer: 30,6 Millionen nämlich lautet die Zahl, die Bauamtschef Klaus Lieberknecht im Planungsausschuss präsentierte. Hauptgrund für die Kostenexplosion: Die Neugestaltung der Ostpromenade wo verschließbare Durchbrüche in der Flutschutzmauer gebaut werden um eine bessere „Sichtbeziehung“ zum Hafen herzustellen.

Und dabei hatte man schon kräftig Abstriche gemacht: Der zweite Zugang zum Gastronomie-Ponton wurde gestrichen und statt einer Dockschleuse wurde nur eine Quermole eingeplant. Nur zwei markante Beispiele von vielen.

Die Grünen forderten nun auch den schon lange im Gespräch befindlichen Kostendeckel. SPD-Mann Rüdiger Fölske warnte gar vor einer „kleinen Elbphilharmonie“. CDU, FDP und WSI waren sich jedoch einig, dass das Projekt jetzt fertiggebracht werden müsse. Die Phase der Steuerungsmöglichkeiten sei vorbei, das Projekt müsse abgeschlossen werden. Mit den Stimmen jener Fraktionen wurde der Kostendeckel am Ende dann auch abgelehnt.

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