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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 08:45 Uhr

Bauausschuss : Es sind noch viele Fragen offen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Wohngebiet „Tornesch am See“ sind die ersten Quartiere seit langem bezogen. Von dem See, der dem Wohngebiet seinen Namen gibt, ist noch nichts zu sehen. Auch eine konkrete Planung liegt noch nicht vor, allerdings nun eine erste Betrachtung zu Möglichkeiten der Speisung des Sees mit Wasser sowie der Kosten für das Anlegen und die Pflege des Sees. Vorgestellt hat diese Betrachtung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Diplom-Ingenieur Claus Stieghorst vom Wasser- und Verkehrskontor Neumünster.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 19:00 Uhr

Die Politiker nahmen die Ausführungen entgegen und baten um Überlassung der Präsentation, um sich noch einmal damit beschäftigen zu können. Die Verwaltung soll in der Sitzung des Bauausschusses im Januar 2016 weitere Informationen liefern. Denn ob der See im vorgesehenen Bereich des B-Planes 76 angelegt wird, ob er aus versicherungsrechtlichen Gründen in bestimmten Bereichen eingezäunt werden müsste und was es bedeutet, wenn er als Regenrückhaltebecken geführt und unterhalten wird, blieb offen und ist von der Verwaltung zu klären.

„Wenn wir einen Zaun ziehen müssen, können wir es vergessen“, so Bürgermeister Roland Krügel. Bei seiner Betrachtung ging Claus Stieghorst von einer knapp 8000 Quadratmeter großen Wasserfläche aus. Da eine Speisung aus dem Grundwasser nicht möglich sei, müsse eine Erstbefüllung mit Trinkwasser oder aus einem anderen Gewässer erfolgen, auch Dachflächenentwässerung benachbarter Bebauung könnte genutzt werden, so der Experte. Ausgeschlossen werden soll in jedem Fall eine Einleitung von Straßenwasser. Ein Ablauf könnte zu Gräben und Mulden erfolgen.

„Wenn der See gefüllt ist, dann bleibt er voll, auch nach längeren Verdunstungsperioden“, betonte Claus Stieghorst. Für die Erstellung des Sees mit Bepflanzung im Flachwasserbereich nannte er Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Die jährlichen Kosten für Reinigung, Pflanzenpflege und Entschlammung bezifferte er auf etwa 7500 Euro. Politik und Verwaltung kam dies sehr niedrig vor.

Sollte der See als offizieller Badesee genutzt werden, sei eine Hygienekontrolle und der Einbau von Filtern unerlässlich, so der Diplom-Ingenieur und zertifizierte Kanalsanierungsberater vom Wasser- und Verkehrskontor Neumünster.

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