Chorknaben : Es sind ganz normale Jungs

<p>Hotdogs kamen bei den Besuchern des Sommerfest gut an.</p>

Hotdogs kamen bei den Besuchern des Sommerfest gut an.

Die Uetersener Sänger feiern ihr Sommerfest als Zäsur des Konzertjahres.

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10. Juli 2018, 13:30 Uhr

Uetersen Die Chorknaben Uetersen zählen zu den besten Knabenchören Deutschlands. Während ihrer rund 20 Konzerte pro  Jahr singen sich die Knaben und jungen Männer  regelmäßig in die Herzen ihrer Fans. Doch auch, wenn sie noch so gut aussehen, wenn sie zum Beispiel im Advent im besten Dress im Altarraum der Klosterkirche stehen und die schönsten Kompositionen der Weihnachtszeit interpretieren − es bleiben doch ganz  normale Jungs. Und darauf legt auch die Chorleitung großen Wert.

Jungen spielen gern Fußball, essen Hotdogs und lieben den Wettbewerb auch abseits der Konzertbühne. Einen kleinen Einblick dafür gab es jetzt beim  Sommerfest des Chores. Gefeiert wurde es mit allerhand Freizeitaktivitäten auf dem Chorheimgelände an der Bleekerstraße. Und auch eine Rallye durch die Stadt war ausgearbeitet worden. Sie konnte zu Fuß oder per Fahrrad absolviert werden. Seit  Jahrzehnten ein Höhepunkt beim Sommerfest: Das Hotdog-Essen,  bei dem reingehauen  wird. Anschließend wurde weiter gekickt oder sich einem anderen Vergnügen hingegeben.

Mit dem Sommerfest  wird zugleich das erste Halbjahr beschlossen. Eine Zäsur  auch zum Luftholen. Denn nach der  sechswöchigen Pause, nach dem Zeltlager in Lauenstein vom 5. bis 18. August, geht es musikalisch weiter. Geprobt wird für die Konzertreise durch den Kreis Pinneberg. Vom 14. bis 16. September werden die Rosenstädter einen Einblick  in  das geben, was wenige Tage später,  während der Herbstferien, skandinavische Musikfreunde erfreuen soll. Denn  der Jahreshöhepunkt 2018 ist  − neben der aufwändigen CD-Produktion − die Konzertreise nach Dänemark  und Schweden vom  29. September bis 6. Oktober mit Auftritten in Kopenhagen, Linköping, Uppsala und Stockholm. In diesem Jahr zu Gast bei den Chorknaben in Uetersen  ist die Wuppertaler Kurrende. Beide Chöre werden am 24. Oktober ein  gemeinsames Konzert geben.

Mit Beginn des vierten Quartals soll auch die neue CD auf dem Markt sein: „Odi et amo 2.0“, ein  Oratorium für Chor und Rockband des lettischen Komponisten Ugis Praulins. Fußend auf einer Crowdfunding-Kampagne (wir berichteten) haben die Uetersener und die weiter  am  Projekt Beteiligten inzwischen alle Stücke  aufgenommen. Die CD kann nach  ihrem Erscheinen bei Rondeau (Leipzig) im Musikalienhandel  erworben werden und wird weltweit vertrieben. Präsentiert wird der Silberling auch beim das Jahr abschließenden Konzertmarathon im Dezember.

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