zur Navigation springen

Würdigung : Es kommt ihnen auf die Nachhaltigkeit an

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nachhaltigkeit ist ein alter Begriff aus der Forstwirtschaft. Dort hat man bereits früh erkannt, dass Raubbau an Wäldern zum Verlust der eigenen Existenz führen kann.

Nachhaltigkeit bedeutet, ein Thema zu Ende zu denken, vorausschauend zu handeln und generationsübergreifend zu planen.

Im Wildpark Eekholt in Großenaspe, einst vom Uetersener Dr. h.c. Hans-Heinrich Hatlapa gegründet, wird der Grundsatz der Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten praktiziert. Und das findet nicht nur bei den Besuchern Anklang. Auch von offizieller Seite wird das Bemühen um den Erhalt dieses Refugiums für Pflanzen, Tiere und den Menschen gewürdigt. Der Wildpark Eekholt wurde daher kürzlich erneut als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck und Ute Kröger, Leiterin der Wildparkschule, konnten das entsprechende Zertifikat in Büsum entgegennehmen. Der Wildpark ist deutschlandweit die einzige privat geführte Einrichtung dieser Art, die die Zertifizierung „Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit“ trägt. „Wir fühlen uns durch die erneute Auszeichnung mit unserem stetig weiterentwickelten und breit gefächerten Bildungsangebot auf unserem Weg bestätigt, besonders mit Kindern und Jugendlichen die Schönheit und Vielfalt der Natur zu entdecken und sie nachhaltig für die Umwelt zu sensibilisieren“, betonte von Schenck, als er die von Prof. Dr. Wara Wende, Ministerin für Bildung und Wissenschaft, und Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, unterzeichnete Urkunde gemeinsam mit Ute Kröger entgegennahm. Ute Kröger betonte ihrerseits, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit des Wildparks Eekholt seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Grundlage für diese erneute Zertifizierung ist die Erfüllung verschiedener Kriterien, von denen sich die Kommission neben der Antragstellung bei einem Vor-Ort-Besuch überzeugt hatte. Maßgeblich entscheidend bewertete die Jury unter anderem die gute Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, das neue Wolfsinformationszentrum, die Anschaffung von E-Mobilen und Elektro-Fahrrädern, die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer auf dem gesamten Wildparkgelände, die Gestaltung der Schautafeln, Stärkung der interkulturellen Zusammenarbeit durch den Austausch mit mongolischen Multiplikatoren, Kooperationen mit Ganztags- und Grundschulen sowie der Einsatz ressourcenschonender Verfahren bei der Energieversorgung im Betrieb.

Bereits in den 1970-er Jahren hatte der Wildparkgründer die Wichtigkeit der Umwelterziehung zum Thema gemacht. In diesem Sinne wurde der Park kontinuierlich zu einer Erlebnis- und Bildungsstätte ausgebaut, die den Besuchern in anschaulicher Weise den Tier- und Artenschutz und seine Wechselbeziehungen nahe bringt. Das Zertifikat wird für einen Zeitraum von fünf Jahren ausgehändigt.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Jun.2012 | 21:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert