zur Navigation springen

Für Arten- und Biotopschutz : Es ist noch Fördergeld da

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Stell dir vor, der Kreis Pinneberg stellt Fördergelder zur Verfügung und keiner will sie! Klingt unwahrscheinlich, ist aber so. 8000 Euro befinden sich noch in einem Topf, aus dem Projekte im Rahmen des Arten- und Biotopschutzes gefördert werden sollen. Die komplette vom Kreistag für das laufende Jahr genehmigte Summe! Anträge gibt es bislang keine.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2015 | 18:31 Uhr

Weil die Frist am 31. August abläuft, warben der Vorsitzende des Kreisumweltausschusses, Helmuth Kruse, und Jörg Kastrup von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises (UNB) gestern noch einmal für das Programm, für dessen Wiederauflage sich die Umweltexperten der Kreistagsfraktionen während der Verhandlungen zum aktuellen Doppelhaushalt stark gemacht hatten.

„Dieses Programm gab es schon mal vier Jahre lang. Damals haben wir insgesamt 36 Maßnahmen von gemeinnützigen Organisationen, Initiativen und Privatpersonen gefördert“, sagte Jörg Kastrup. Sie sind auch jetzt die Kernzielgruppe, ebenso wie Schulklassen, Jugendgruppen, Vereine. Über die Gründe für die eher ungewohnte Zurückhaltung bei der Antragstellung in diesem Jahr kann Helmuth Kruse nur spekulieren. „Neu ist, dass eine Maßnahme, mindestens 1000 Euro kosten muss, damit ein Antrag eine Chance hat“, sagte er. Das sei gerade für Einzelpersonen und kleine Organisationen eine Menge Geld und könnte in seinen Augen die fehlende Resonanz erklären. Dabei ist dieses Programm durchaus attraktiv, denn gefördert werden je nach Bedeutung des Projektes für den Arten- und Biotopschutz 30, 50 oder sogar 80 Prozent der Gesamtkosten.

Außerdem sind keine komplizierten Verfahrensschritte zu berücksichtigen. Ein formloses Schreiben mit Charakterisierung der Maßnahme und einem Finanzierungsplan reicht vollkommen. Auch muss die Maßnahme nicht mehr in diesem Jahr umgesetzt werden, sollte allerdings bis 30. Juni 2016 beendet sein. Dann wird der Verwendungnachweis fällig.

Ausgenommen von der Förderung sind Zierteiche und Feuchtbiotope in privaten Hausgärten. Ansonsten sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Jörg Kastrup erinnerte sich: „Gefördert wurden schon der Kopfweidenschnitt, die Einrichtung eines Amphibiengewässers, Pflanzinseln, spezielle Nistkästen für Steinkauz und Turmfalke, Kiesinseln als Brutplatz für Austernfischer und Steilwände als Nistplatz für den Eisvogel“, sagte er. Anträge sind an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Pinneberg, Kurt-Wagener-Straße 11 in 25337 Elmshorn zu richten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert