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Kampagne und Podiumsdiskussion : Es ist fünf vor zwölf bei der Pflege

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Deutschland wird immer älter. Das ist auch gut so, sagen die, die es betrifft. Doch eine älter werdende Gesellschaft zieht Probleme nach sich. Droht die Gesellschaft dann noch zu überaltern, sind die damit verbundenen Herausforderungen kaum noch in den Griff zu bekommen. Jedenfalls nicht unter dem Status quo.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 18:54 Uhr

Ein Problem, in das die gesamte Gesellschaft sehenden Auges aber bislang ohne erkennbare Kurskorrekturen hineinschlittert, betrifft die Pflege älterer Menschen in Zukunft. Erstens müssen die Menschen schon jetzt länger und intensiver gepflegt werden, zweitens wird die Zahl derer, die einer Pflege bedürfen, sprunghaft ansteigen. Der Kollaps des Systems sei kaum noch abzuwenden, sagen die, die sich mit dem Thema täglich befassen – weil sie pflegen.

Die Situation in der Altenpflege sei, so Eva Buban, Einrichtungsleiterin des Hauses am Rosarium, äußerst kritisch. Die Chefin im Uetersener Senioren- und Pflegeheim weist darauf hin, dass die Arbeit der Pflegekräfte kaum Wertschätzung erfahren würde, pflegende Angehörige fühlten sich nicht ausreichend unterstützt, es würden dringend Fachkräfte für die Pflege gesucht, und die Finanzierung des gesamten Systems sei schon heute nicht mehr ausreichend. Die Diakonie und das Seniorenheim als Teil dieser, erwarteten von der neuen Bundesregierung, so Eva Buban weiter, dass sie die Rahmenbedingungen für eine würdevolle Pflege, gerechte Finanzierung, familiäre Entlastung und eine attraktive Ausbildung schafft.

Um die Forderungen zu untermauern und auf das grundsätzliche Problem hinzuweisen, soll es am Montag, 12. Mai, um 11.55 Uhr (fünf vor zwölf) eine öffentliche Kundgebung auf dem Gelände des Seniorenheimes geben, während der die Forderungen und Wünsche der Pflegekräfte, der zu Pflegenden und der Angehörigen an anwesende Politiker schriftlich übergeben werden sollen. Vertreter aus Bund und Land wurden eingeladen und haben zum Teil auch schon zugesagt, die Veranstaltung zu besuchen.

Zudem werden sie an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, die um 13 Uhr, gleich im Anschluss an die Kampagne, beginnt. Anwesend sein werden unter anderem Pastorin Anke Schimmer vom Diakonischen Werk in Schleswig-Holstein und der Vizepräsident des Landtages, Bernd Heinemann. Wer weiter teilnimmt, was geplant ist und mit welchen konkreten Forderungen die Initiatoren die Politiker konfrontieren werden, lesen sie in einer unserer nächsten Ausgaben.

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