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Kinomatinee in Uetersen : Es ist ein langer Weg bis nach unten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das „Filmforum Elmshorn“ präsentiert „A Long Way Down“ im Burg-Kinocenter. Angststörungen sind das Thema.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 16:23 Uhr

Uetersen | Angststörungen und Depressionen sind schwere psychische Erkrankungen. Beide Bereiche leiden nach wie vor unter einer gesellschaftlichen Stigmatisierung. Zwar wird immer häufiger von einem „Burn Out“ gesprochen, dass sich dahinter jedoch die psychische Erkrankung Depression verbirgt, wird sowohl von dem Betroffenen als auch von der Gesellschaft nach wie vor oft verkannt. Die Mode-Vokabel hat jedoch eines erreicht: Menschen, die von einem „Burn Out-Syndrom“ betroffen sind, holen eher fachlichen Rat ein, als solche die zugeben müssten, unter einer Depression zu leiden.

„Burn Out“ nervt allerdings immer mehr Mediziner, weil der Begriff nicht weiterhilft auf dem Weg, psychische Erkrankungen gesellschaftsfähig zu machen. So wie zum Beispiel eine Blinddarmentzündung oder ein grippaler Infekt.

Dass Aufklärung ein ganz wichtiger Schritt dabei ist, wissen auch Imme Schippmann, Sozialpädagogin an der Brücke Elmshorn, und Irene Eickelberg, Fachkraft im Betreuungsdienst der Brücke Schleswig-Holstein in Elmshorn. Sie gründeten bereits vor einigen Jahren das „Filmforum Elmshorn“. In regelmäßigen Abständen werden seither Kinotage unter dem Motto „Psychiatrie im Film“ angeboten. Zunächst im Saturn-Kino in Barmstedt, seit Herbst vergangenen Jahres im Burg-Kinocenter.

Einen solchen Filmvormittag zur in Uetersen beliebten Matineezeit gibt es wieder am 29. Mai mit Beginn um 11 Uhr. Bereits um 10.15 Uhr besteht die Möglichkeit, ein gemeinsames Frühstück im Burg-Stübchen einzunehmen. Angeboten werden Croissants und Kaffee. Der Eintritt zum Film „A Long Way Down“ (britische Produktion) kostet sechs Euro. Das Frühstück bezahlt die Brücke Elmshorn. Um eine Anmeldung im Kino wird gebeten. Karten können daher schon jetzt unter 04122/929185 reserviert werden.

Im Anschluss an den Film wird zum Gespräch und zur Diskussion bezüglich der psychiatrischen Aspekte des Streifens eingeladen. Ebenfalls im Burg-Stübchen. Und darum geht es in dem Film aus dem Jahr 2014 mit Pierce Brosnan als Martin Sharp, Toni Collette als Maureen, Imogen Poots als Jess und Aaron Paul als J.J.: Die vier Protagonisten begegnen sich beim Selbstmordversuch in der Silvesternacht auf dem Dach eines Londoner Hochhauses und geben sich das Versprechen, ihren Suizid bis zum Valentinstag aufzuschieben und sich umeinander zu kümmern. Neben Selbstmord thematisiert der Film, der auf der Romanvorlage von Nick Homby beruht, Einsamkeit, Depressionen und Gruppendynamik, die Handlung ist von der Verschiedenartigkeit der vier Charaktere geprägt.

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