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Intergenerationelle Solidarität : Es ist ein gutes Gefühl, die Bewohner glücklich zu machen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein echtes Mehrgenerationenhaus gibt es in der Rosenstadt zwar noch nicht, wohl aber eines, das einen ideellen Platz hat. An diesem „bauen“ seit inzwischen 18 Monaten Bewohner des Senioren- und Pflegeheimes „Haus am Rosarium“ und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums. Das Ziel beider Seiten: Generationen zusammenführen und voneinander profitieren.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2012 | 20:17 Uhr

Achtklässler des Wahlpflichtkurses „Medien - Wirtschaft - Soziales“ haben nach einer „Grundausbildung“ im journalistischen Schreiben nach Themen gesucht, die spannend für beide Seiten sein könnten.

Also für die junge und für die ältere Generation. Als diese gefunden waren, machten sich die Teenager auf und besuchten die Menschen, die im Senioren- und Pflegeheim am Großen Sand leben.

Mit den Männern und Frauen wurden Interviews geführt, anschließend wurden diese ausgewertet und schriftlich fixiert.

Die Veröffentlichung der ersten Texte folgte. Zunächst in der Internetzeitung „Meyne Allgemeine“ (www.meyne-allgemeine.de) und anschließend in der Heim-Zeitung „Rosenblatt“.

Seit dieser Zeit werden ein bis zwei Geschichten regelmäßig veröffentlicht. Das Projekt soll weitergehen, soll also von Nachhaltigkeit gekennzeichnet sein. Daher ist der nächste Wahlpflichtkurs bereits ins Leben gerufen worden. Ihm gehören 23 Schüler an, die bereits mit ihrer Recherche begonnen und erste Artikel verfasst haben. Der Grundstein fürs ideelle Mehrgenerationenhaus ist 2011 gelegt worden. Jetzt wird, was sich durch gegenseitige Wertschätzung auszeichnet, erbaut. Nicht eine Generation nimmt und die andere gibt: Hier profitieren beide Seiten voneinander.

Eine Schülerin beschreibt die Situation wie folgt. „Ich fand es total schön, die Freude in den Gesichtern der Altenheimbewohner zu sehen.“ Eine andere war der Ansicht: „Es war einfach ein gutes Gefühl, die Bewohner glücklich zu machen.“

Das Projekt ist nach Auffassung aller Beteiligter geeignet, zur Verbesserung des Images der Altenpflege in den Familien und damit letztlich auch in der Kleinstadt Uetersen und dessen Umgebung beizutragen. Zudem wird das Interesse der jungen Generation für Praktika und Berufsausbildung im Gesundheitswesen geweckt.

Diesbezüglich interessant: Jüngst erschien im „Rosenblatt“ ein von Schülern verfasster Artikel zum Thema „Ausbildung von Altenpflegerinnen und Altenpflegern“. Korrekt müsste man bei dem Projekt also von einer dreifachen Rendite sprechen: Wertschätzung, voneinander lernen, Nachwuchsförderung.

Das Projekt bescherte dem Seniorenheim jetzt den Altenpflegepreis 2012 (4. Platz). Dieser Preis wird vom Land Schleswig-Holstein seit 2004 in enger Kooperation mit dem Landespflegeausschuss vergeben.

Ziel der Initiatoren ist es, die Weiterentwicklung von Angeboten in Diensten und Einrichtungen zu fördern.

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