zur Navigation springen

Nachfolgerin : Es gibt doch eine Frauenbeauftragte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rosemarie Weber soll doch eine Nachfolgerin bekommen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Moorrege war Ende September 2011 in den Ruhestand gegangen.

shz.de von
erstellt am 29.Feb.2012 | 20:52 Uhr

Zuvor hatte es keine Ausschreibung für eine neue Kraft gegeben, die sich anschließend um die Belange der Frauen in der Verwaltung sowie in den sieben amtsangehörigen Gemeinden kümmern könnte.

Doch während der Sitzung des Amtsausschusses am 13. März ab 19 Uhr im Restaurant An’n Himmelsbarg wird über eine Bestellung diskutiert. „Wir mussten erst einmal wissen, ob sich etwas verändert“, begründet Amtsvorsteher Walter Rißler (CDU) die lange Wartezeit. Die schleswig-holsteinische CDU war im Herbst 2009 mit dem Vorsatz in die Koalitionsverhandlungen mit der FDP gegangen, die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten deutlich zu beschneiden und für die Ämter ganz zu kippen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an den Liberalen. Endgültig klar war im Sommer 2011, dass dem Amt Moorrege die Frauenbeauftragte erhalten bleibt. Innenminister Klaus Schlie (CDU) beließ es in seinem Entwurf für die neue Amtsordnung bei der alten Regelung.

Rißler geht davon aus, dass der Vorschlag der Verwaltung vom Amtsausschuss angenommen wird. Auf eine interne Ausschreibung, die am 24. November gestartet wurde und am 2. Januar endete, hatte sich eine Mitarbeiterin beworben. Der Personalrat der Amtsverwaltung hat sich bereits für die Bewerberin ausgesprochen. Ihr würden 19,5 Stunden pro Woche für die Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte zur Verfügung stehen. Sie soll am 1. Juni ihre Tätigkeit aufnehmen.

Was die hauptamtlichen Kolleginnen von Rosemarie Weber von dem Vorgehen im Amt Moorrege halten, hatten sie während eines Treffens im Juni des vergangenen Jahres bereits kundgetan. „Massiv“ kritisierte die Landessprecherin Gabriela Petersen, dass die Ausschreibung „verzögert oder gar verhindert“ werden solle. Sie wies damals auf die gesetzliche Verpflichtung zur Besetzung einer Gleichstellungsbeauftragten hin. Bereits bei der Einführung durch die SPD-Landesregierung machte das Amt Moorrege Front gegen eine Interessenvertretung für Frauen. Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte das Amt Moorrege zusammen mit den Gemeinden Holm und Rellingen dagegen geklagt – und war gescheitert. Mehrfach forderte die Kommunalverwaltung danach ergebnislos die Moorreger Politiker auf, eine Frauenbeauftragte zu bestellen, bevor Ende der neunziger Jahre mit der Heidgrabenerin Rosemarie Weber die Stelle doch besetzt worden war.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert