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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 20:09 Uhr

A7-Ausbau : Es droht das Chaos

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenige Monate vor Beginn der Ausbauarbeiten auf der Autobahn7 rund um Hamburg wächst in Elmshorn die Sorge vor einem Verkehrskollaps. Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann und Landtagsabgeordnete Beate Raudies (beide SPD) haben gestern die Bemühungen der Deutschen Bahn um den Ausbau der Zugverbindungen zwischen Hamburg und Elmshorn zwar begrüßt. Gleichzeitig forderten sie jedoch während eines Gesprächs mit Bürgermeister Volker Hathje (parteilos) und dem Elmshorner SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk weitere Anstrengungen.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 19:43 Uhr

Die Stadt hat nur eine Chance, einem vielleicht zehn oder sogar mehr Jahre dauernden Verkehrschaos zu entkommen: „Wir müssen die Menschen auf die Schiene bringen“, sagte Hatje. Als sicher gilt inzwischen eine Zugverdichtung mit Beginn des Winterfahrplans, also ab Dezember. Alle 30 Minuten soll dann ein Zug zwischen Hamburg und Elmshorn pendeln. Darüber hinaus fordern führende Elmshorner Politiker die Schaffung weiterer Park-and-Ride-Plätze, was angesichts des Platzmangels rund um den Bahnhof nicht einfach zu realisieren ist. „Elmshorn ist eine hoch verdichtete Stadt“, so Hatje. Abhilfe verspricht sich die Politik durch die Realisierung der Pläne für den Umbau des inzwischen maroden und nicht mehr den modernen Gegebenheiten entsprechenden Bahnhofs.

Geht es nach der Stadt, wird die Maßnahme ein Leuchtturmprojekt mit positiven Auswirkungen auf die gesamte Region: Ein neues Bahnhofsgebäude soll her, der Vorplatz soll ebenso umstrukturiert werden wie der Verkehrsfluss. Die Architektur wird so gestaltet, dass die optische Trennung zweier Stadtteile einer größeren Transparenz und Leichtigkeit weicht.

Problem ist derzeit die Bahn AG, sie muss die Pläne finanzieren. „Das Unternehmen hält sich sehr stark zurück und ist noch nicht bereit zu investieren“, sagte Elmshorns Bürgermeister.

Und dann gibt es da noch die Lärmschutzmaßnahmen, von den Bürgern lange gefordert, vom Bund jetzt endlich zugesagt. Schall schluckende Wände sollen dann auch auf einem nicht genutzten Gleis im Elmshorner Bahnhof errichtet werden und die Lärmbelastung in den umliegenden Häusern verringern. Allerdings passen diese Wände nicht zu den Umbauplänen.

„Sie werden konterkariert“, sagte SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk. Ernst Dieter Rossmann bezeichnete den Lärmschutz zwar als unerlässlich und sehr erwünscht, monierte aber, dass sich die für die beiden Maßnahmen zuständigen Behörden nicht abgestimmt hätten. „Das eine Projekt darf das andere nicht erschlagen“, sagte er. Elmshorn jedenfalls bleibt vorerst nur die Warte-position. Immerhin sagte Volke Hatje zu, die Stadt werde die Zahl der Stellplätze für Fahrräder rund um den Bahnhof kurzfristig von 1200 auf 2400 verdoppeln.

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