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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 11:46 Uhr

Bürokratie : Erweiterung Firma Luttkau

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Rande eines Landschaftsschutzgebiets eine Firma zu erweitern ist nicht leicht. Lars Luttkau, Chef der Erhard Luttkau GmbH, und Heidgrabens Bürgermeister Udo Tesch können ein Lied davon singen. Sie sind sich einig, aber nicht mit den Behörden. Der international agierende Lieferant von Ersatzteilen für Schiffsmotoren am Spökerdamm braucht mehr Hallenfläche, am besten in der Nähe der bestehenden Gebäude. Doch dort gibt kaum Platz.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 19:48 Uhr

Eine Erweiterung ihrer Lager südlich des Spökerdamms Richtung Osten scheitert daran, dass dort ein Landschaftsschutzgebiet liegt. Zwar hatte die Gemeinde bereits beschlossen, ihre dort liegenden Grundstücke an das Unternehmen zu verkaufen. Doch musste Tesch dem Ausschuss für Bauleitplanung am Montag berichten: „Es gab zwei Ortstermine mit dem Kreisbauamt und der Unteren Naturschutzbehörde. Es ist alles gescheitert. Da war keine Einsicht. Die Leute entscheiden nur nach Akten- und Planlage.“ Die Behörden erlaubten nicht, die Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen.

Ein noch weiter südlich liegendes Grundstück an der Hauptstraße gehört Luttkau zwar schon. Es grenzt fast unmittelbar an ihre Liegenschaften an, doch fehlt ein direkter befahrbarer Weg zu ihrem jetzigen Gebäudekomplex. Die einzig mögliche Route dafür würde durch das Landschaftsschutzgebiet führen, und das lehnten die Behörden ab. Sollten daher an der Hauptstraße Hallen entstehen, müssten Gabelstapler und Fußgänger von dort bis zu den anderen Gebäuden etwa 600 Meter weit durch den Ort zurücklegen: an der Hauptstraße entlang durch den Kreuzweg in den Spökerdamm.

Der Ausschuss beschloss daher einstimmig, die Behörden zu bitten, wenigstens den Bau eines Fußwegs am Rande des Landschaftsschutzgebiets zu erlauben. Sollte dieser Antrag durchkommen, könnte Luttkau seine Hallen am Spökerdamm auf seinen Parkplätzen erweitern und dafür an der Hauptstraße neue Stellflächen für Pkw anlegen. Mitarbeiter und Besucher könnten dann auf dem Fußweg zum Firmenkomplex gehen. Tesch zufolge hatten sich die Behörden dafür bereits offen gezeigt. Lars Luttkau wartet nun gespannt auf die offizielle Antwort.

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