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Ausstellung des Arbeitskreises Archiv : Erster Weltkrieg: Schicksale vor Ort

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Welche Auswirkungen der Erste Weltkrieg (1914-1918) auf die Menschen in Tornesch und Umgebung hatte, wieviel Leid und Not er brachte und wie in Tornesch das Kriegsende erlebt wurde, damit beschäftigt sich eine Ausstellung, die von den Mitgliedern des Arbeitskreises Archiv der Kulturgemeinschaft in den vergangenen Monaten zusammengestellt wurde.

Ab Donnerstag, dem 28. August, werden die zwölf Bild- und Text-Tafeln sowie zahlreiche Exponate im Foyer der Begegnungsstätte POMM 91 gezeigt. Eröffnet wird die Ausstellung um 19 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen. Die Historikerin Annette Schlapkohl, Autorin der Tornesch-Chronik, Zweite Vorsitzende der Kulturgemeinschaft und Leiterin des Arbeitskreises Archiv in der Kulturgemeinschaft, wird mit Erläuterungen und einem Bildervortrag eine Einführung in die Ausstellung geben.

Die Fakten und Fotos zu den Tafeln „Kriegsausbruch“, „Kinder im Krieg“, „Die toten Soldaten aus Tornesch“, „Frauen ersetzen die Männer in ihren Berufen“, „Mangel und Diebstahl“, „Feldpostkarten“, „Familien und Krieg“, „Einzelschicksale“, „Kriegsende“ und „Gedächtnisstätten“ stammen aus der Ortschronik, aus dem Archiv der Kulturgemeinschaft und wurden zum Teil durch Erinnerungen von Zeitzeugen aus den eigenen Familien ergänzt. So wird auf der Tafel „Einzelschicksale“ von August Cordts berichtet, der durch eine Kugel am Bein getroffen worden war und, um zu überleben, sich diese Kugel selbst aus dem Bein geschnitten hatte. Diese Kugel bewahrte August Cordts auf, später in einer Schatulle im Nachtschrank. Und dort entdeckte seine Enkeltochter (Birgit Krüger) bereits als Kind den ungewöhnlichen Schatullen-Inhalt, stellte Fragen und erfuhr von Krieg und Verwundung.

Die Ausstellung ist 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges Erinnerung, Mahnung und Aufklärung zugleich. Seit Januar haben die Mitglieder des Arbeitskreises Informationen zu dem Thema zusammengetragen, Fotos gesichtet und die Ausstellung konzipiert. In den Vitrinen des POMM 91-Foyers wird unter anderem die Schatulle mit der Kugel, die August Cordts am Bein verletzte, zu sehen sein. Ausgestellt werden unter anderem auch „Eiserne Kreuze“, ein Spartopf in Form eines Geschosses, ein bestickter Kissenbezug und ein Koppelschloss „Gott mit uns“.

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erstellt am 14.Aug.2014 | 17:10 Uhr

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