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Ahrenloher Straße : Erster Schritt: Geschwindigkeitstafeln

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zu den Themenbereichen, mit denen sich die Tornescher Sozialdemokraten über das politische Tagesgeschehen hinaus in Arbeitsgruppen beschäftigen, gehört die Verkehrsbelastung an der Ahrenloher Straße.

„Nerven und Gesundheit der Anwohner dort werden seit Jahren durch das erhebliche Verkehrsaufkommen strapaziert. Die K22 ist dringend notwendig, um den Anliegern der Ahrenloher Straße bis zum Kreisverkehrsplatz Entlastung zu bringen. Aber bis zur Realisierung der K22 wollen wir nicht warten“, so Manfred Fäcke, Sprecher der Arbeitsgruppe. Und so brachten die Sozialdemokraten in der Juni-Sitzung des Bauausschusses einen Antrag mit folgenden Forderungen ein:

Aufstellen von Geschwindigkeitstafeln zwischen Kreisel und Tunnel stadtein- und stadtauswärts; Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit zwischen 22 und 6 Uhr aus Lärmschutzgründen zwischen Wilhelmstraße und Kreisel auf 30 km/h; Ausbesserung von Straßenschäden und Einbau von „Flüsterasphalt“ bei der nächsten Erneuerung der Straßenoberfläche; Einbau von Schallschutzfenstern; Verbreiterung des Radwegs auf der Nordseite der Ahrenloher Straße, um eine beidseitige Befahrbarkeit bis zur Autobahn zu gewährleisten. Unter Zustimmung aller Fraktionen wurde die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung der Forderungen zu prüfen und dazu mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Kontakt aufzunehmen.

Mit den nun in der September-Sitzung des Bauausschusses vorgestellten Ergebnissen waren die Sozialdemokraten nicht in jedem Fall einverstanden. „Für die Anlieger der Ahrenloher Straße müssen zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden“, betont SPD-Ratsherr Manfred Fäcke.

Er verweist darauf, dass die Forderungen der Sozialdemokraten zur Minderung der Verkehrsbelastung an der Ahrenloher Straße auf dem 2013 vom Büro Lärmkontor Hamburg im Auftrag der Stadt erstellten und von der Ratsversammlung beschlossenen Lärmaktionsplan beruhen. Und darin wird unter anderem eine Prüfung der Geschwindigkeitsreduzierung auf der L110 (Ahrenloher Straße) zwischen Kreisel und Hamburger Straße auf Tempo 30 vorgeschlagen sowie die Erneuerung der Straßenoberfläche mit lärmminderndem Asphalt.

Innerhalb von fünf Jahren sollte dieser Aktionsplan umgesetzt werden.

Auch auf einen Beschluss der Konferenz der Verkehrsminister der Länder weist der SPD-Politiker Manfred Fäcke hin : „... Die Verkehrsministerkonferenz setzt sich neben den Belangen der Funktionsfähigkeit des übergeordneten Straßenverkehrs vor allem für mehr Engagement bei der Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer sowie für einen stärkeren Lärmschutz der Bevölkerung ein und fordert daher eine Erleichterung der Anordnung von Tempo 30-Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Verkehrssicherheits- und Lärmschutzgründen.“

Zuständige Behörden prüfen noch Tempo 30, beidseitige Nutzung des Radweges und Ausweitung des Überholverbotes

Die Prüfung, ob auf der Ahrenloher Straße (L110) zwischen Kreisel und Wilhelmstraße in der Zeit von 22 bis 6 Uhr das Tempo auf 30km/h reduziert werden kann, steht noch aus, denn darüber hat die Stadt keine Hoheit. Im Oktober soll es einen Termin mit Vertretern der Landesbehörde geben.

Sache der Stadt ist allerdings, Geschwindigkeitstafeln stadtein- und auswärts aufzustellen. Und so haben die Mitglieder des Bauausschusses sich für eine zügige Umsetzung ausgesprochen. Die Mittel dafür sollen im Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Die Information, dass der Einbau von „Flüsterasphalt“ in geschlossenen Ortschaften nicht üblich sei und keine Wirkung erziele, lassen die Sozialdemokraten nicht stehen. SPD-Politiker Manfred Fäcke verweist auf eine Studie des Bundesumweltamtes, in der betont wird, dass der Einsatz „lärmmindernder Fahrbahnbeläge“ einen Beitrag zur Verringerung der Lärmbelastung leistet und durch die Umgebungslärmrichtlinie die Kommunen in Deutschland aufgefordert sind, Maßnahmen zur Verminderung der Lärmbelastung zu ergreifen.

Die Sozialdemokraten erwarten, dass der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV), der für die Unterhaltung der L110 zuständig ist, Alternativen zum „Flüsterasphalt“ anbietet. Und die würde es geben, betont Manfred Fäcke und verweist auf verschiedene Fahrbahnbeläge, die bundesweit innerorts aus Gründen des Lärmschutzes eingebaut werden. Was den Radweg auf der Nordseite der Ahrenloher Straße betrifft, so wurde die Verwaltung beauftragt mit der Verkehrsbehörde zu prüfen, ob eine beidseitige Befahrbahrkeit möglich ist. Dieser Forderung und der Forderung nach Reduzierung der Geschwindigkeit in der Zeit von 22 bis 6 Uhr auf Tempo 30 haben die Politiker im Bauausschuss auf Antrag der Sozialdemokraten noch eine Forderung angefügt: Verlängerung des Überholverbotes auf der Ahrenloher Straße. Bislang gilt es von der Autobahn bis zum Kreisel. Die Politiker wollen es bis zum Tunnel an der Kreuzung Friedrichstraße ausweiten. Auch dieses Überholverbot würde zur Lärmreduzierung beitragen, sind sich die Sozialdemokraten sicher. Sie hoffen auf Umsetzung ihrer Forderungen noch in diesem Jahr.

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erstellt am 10.Sep.2015 | 19:47 Uhr

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