Verwaltungsgemeinschaft : Erst verhandeln, dann kündigen?

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Ist das Glas halb voll oder halb leer? Befeuert hat der Haseldorfer Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) die Diskussion über die Zukunft des Amtes mit seinem Antrag, die Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen aufzukündigen (die UeNa berichteten). Sein Ansinnen hat er allerdings während der jüngsten Gemeindevertretersitzung im „Haseldorfer Hof“ wieder fallen lassen.

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09. Juli 2014, 21:24 Uhr

Zwei Anträge standen sich am Beginn der Diskussion gegenüber. Das Papier der CDU fußte auf Absprachen, die Schölermann mit seinen Kollegen und Parteifreunden aus Haselau sowie Hetlingen, Rolf Herrmann und Monika Riekhof, gemacht hatte. Ihnen lag ein Entwurf eines neuen, von der Verwaltung ausgearbeiteter Vertrages vor. „Uetersen bewegt sich“, freute sich Schölermann. Allerdings waren die Christdemokraten mit dem Vorschlag nicht in allen Punkten einverstanden. Deswegen soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die einen eigenen Entwurf schafft. In die AG werden pro Gemeinde der Bürgermeister sowie zwei weitere Politiker entsandt.

„Wir sind froh, dass die Empfehlung des Finanzausschusses nicht weiter verfolgt wird“, sagte Thomas Hölck (SPD). Dort war die anfängliche harte Haltung Schölermanns festgeschrieben worden.

Die Anträge der Genossen und der Christdemokraten unterschieden sich im Zeitplan sowie der Kündigung. Sven Werner von der Uetersener Stadtverwaltung versuchte, einen Ausgleich zu finden. Die Christdemokraten verzichteten darauf, eine Vertragskündigung bereits jetzt festzuschreiben.

Dafür wurde der von Schölermann vorgeschlagene Zeitplan übernommen. Bis zum 28. Februar des kommenden Jahres soll Uetersen der Vertragsentwurf aus der Marsch vorliegen. Bis zum 30. Juni hat die Stadt dann Zeit für eine Stellungnahme. Mit dem Beschluss legen sich die Politiker zumindest vorerst auf Uetersen fest. Verhandlungen mit anderen Interessenten – mit Verantwortlichen des Amtes Moorrege gab es Gespräche und die Stadt Wedel wird vor allem in Hetlingen immer wieder als potenzieller Partner genannt – gibt es bis Sommer 2015 nicht. Sollten die Verhandlungen mit Uetersen scheitern, stehen die Politiker der drei H-Dörfer unter Zeitdruck. Bis zum 31. Dezember 2015 müssten sie entscheiden, ob Uetersen zum Ende des Jahres 2016 gekündigt wird. Die Entscheidung der Gemeindevertreter stellt eine Empfehlung für den Amtsausschuss dar. Das Gremium tagt am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr im „Haselauer Landhaus“.

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